Die Fifa hofft bei der WM 2026 auf ein großes Fußballfest. Eine US-Regelung könnte einzelne Spiele aber zu einem echten Geduldsspiel machen. Die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko wird eine der Extreme: Noch nie haben so viele Mannschaften teilgenommen, noch nie gab es so viele Spiele, noch nie gab es drei Ausrichter. Extrem werden dabei auch die klimatischen Unterschiede zwischen den 16 Spielorten. Forscher der Queen's University Belfast haben in einer Studie Wetterdaten der vergangenen 20 Jahre betrachtet und dabei festgestellt, dass es im Juni und Juli in Miami und Monterrey im Schnitt fast zehn Grad wärmer ist als in Vancouver oder Mexiko-Stadt. Bei den Spielen in den USA könnten zudem aufziehende Unwetter zum Problem werden. Das Land hat ein klares Protokoll für den Umgang mit Gewittern: Wenn im Umkreis von acht Meilen um den Veranstaltungsort Blitze oder elektrische Entladungen festgestellt werden, muss die Veranstaltung unverzüglich unterbrochen werden. Insgesamt 16 Spielorte: Alle Stadien und Austragungsorte im Überblick Und eine solche Pause könnte sich dann gewaltig in die Länge ziehen. Während die Spieler vom Platz und die Fans in sichere Bereiche im Stadion geleitet werden, startet im Hintergrund ein 30-minütiger Countdown. Läuft dieser ab, darf das Spiel fortgesetzt werden. Wird innerhalb der 30 Minuten aber ein erneuter Blitzeinschlag im Umkreis von acht Meilen registriert, wird der Countdown auf 30 Minuten zurückgesetzt. Bei der Klub-WM gab es bereits stundenlange Pausen In der Theorie kann der Countdown somit mehrmals neu gestartet werden und sich die Fortsetzung einer Partie um Stunden verzögern. Die Fifa hat in ihren Regeln keine Obergrenze für eine Unterbrechung festgelegt. Gleichwohl würde eine Verschiebung von Spielen aber ohnehin wohl auch zu Terminproblemen führen. Schon bei der Klub-WM 2025, die in den USA ausgetragen wurde, mussten mehrere Spiele aufgrund eines Unwetters unterbrochen werden. Ein Extrembeispiel lieferte das Duell zwischen Chelsea und Benfica in Charlotte. Fünf Minuten vor dem Spielende musste die Partie für knapp zwei Stunden unterbrochen werden. Der damalige Chelsea-Trainer Enzo Maresca sprach von einem "Witz", ändern lässt sich die landesweite Vorgabe damit aber nicht. Nicht einmal von der Fifa.