Italien ist mit vier WM-Titeln eine der erfolgreichsten Fußballnationen. Beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada sind die Europäer trotzdem nicht dabei. Vom 11. Juni bis zum 19. Juli findet in den USA, Mexiko und Kanada die WM 2026 statt. Gemessen an der Teilnehmerzahl ist es mit 48 Mannschaften die größte Endrunde der Geschichte. Mit Italien fehlt dabei aber eines der bedeutendsten Länder der Turnierhistorie. Die Erklärung für die Abstinenz des vierfachen Weltmeisters ist simpel: Dahinter steckt weder eine große Verschwörung im Weltfußball noch Ärger mit der Fifa. Italien hat es schlichtweg nicht durch die WM-Qualifikation geschafft. Dabei hatten die Südeuropäer sogar eine doppelte Chance. WM 2026: Drei Niederlagen kosteten Italien die Teilnahme In der WM-Qualifikationsgruppe I hätte der erste Platz eine Teilnahme an der Endrunde garantiert. Die Italiener aber verloren beide Duelle mit Norwegen (0:3 und 1:4) und landeten auf dem zweiten Tabellenrang. Damit sicherten sie sich aber immerhin noch die Qualifikation für die kontinentalen Playoff-Spiele. Im Halbfinale setzte sich der vierfache Weltmeister zunächst gegen Nordirland durch (2:0), scheiterte danach aber auf dramatische Art und Weise an Bosnien und Herzegowina. WM-Spielplan 2026: Alle Spiele und Termine im Überblick Moise Kean brachte Italien im finalen Duell um das WM-Ticket früh in Führung (15. Minute), eine Rote Karte für Alessandro Bastoni (41.) aber brachte die Wende. Die Bosnier glichen in der Schlussphase durch Haris Tabaković aus und setzten sich schließlich im Elfmeterschießen durch (4:1). Italiens WM-Durchstrecke hält seit fast 20 Jahren "Es ist eine Schande", sagte Trainer Gennaro Gattuso nach dem Schlusspfiff. "Ich entschuldige mich heute, ich habe es nicht geschafft. Ein solcher Schlag ist schwer zu verdauen, er tut weh. Wir wollten es für uns, für Italien, für den gesamten Sport schaffen." Das Verpassen der WM hatte für ihn persönlich Folgen: Der italienische Verband und der Nationaltrainer einigten sich wenige Tage später auf eine Vertragsauflösung. Die Durstrecke des italienischen Fußballs hält damit an. 2021 feierte die Südeuropäer zwar den EM-Titel, auf der großen WM-Bühne geht seit dem Titelgewinn 2006 aber kaum noch etwas. 2010 und 2014 scheiterten die Italiener jeweils in der Gruppenphase, 2018, 2022 und 2026 gelang nicht einmal die Qualifikation für die WM-Endrunde.