Pascal Groß verteidigt Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dessen Entscheidung, Manuel Neuer zur WM zurückzuholen. Dabei zieht der Brighton-Profi einen Vergleich, der die Debatte in ein neues Licht rückt. Für Nationalspieler Pascal Groß steht fest: Die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann , Manuel Neuer zur WM zurückzuholen, hat dessen Glaubwürdigkeit nicht beschädigt. Der 34-jährige Mittelfeldspieler von Brighton & Hove Albion äußerte sich dazu in einem Interview mit dem "Kicker". WM 2026: Check24 verschenkt wieder Trikots Völler-Klartext vor WM-Start: "Das wird es nicht mehr geben" Groß sagte, er könne nur für sich sprechen, aber: "Für mich hat die Glaubwürdigkeit von Julian Nagelsmann absolut nicht gelitten." Und weiter: "Der Sport, speziell der Fußball, ist ein Tagesgeschäft, das immer auch mal schwere Entscheidungen erfordert." Als Vergleich zog Groß die Rückkehr von Toni Kroos zur Heim-EM 2024 heran. Dessen Comeback sei "im Nachhinein ein Glücksfall für Deutschland und für uns als Mannschaft" gewesen. "Es gibt eben Ausnahmespieler, auf die man möglichst nicht verzichten sollte." Neuer hatte nach dem Viertelfinal-Aus bei der EM im eigenen Land seinen Rücktritt erklärt. Weil Marc-André ter Stegen lange verletzt fehlte, rückte Hoffenheims Oliver Baumann zum Stammkeeper in der WM-Qualifikation auf. Bei der WM-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada soll der 35-Jährige seinen Platz an den 40-jährigen Bayern-Keeper abgeben. Groß zitterte um WM-Teilnahme Dem Mittelfeldspieler selbst wurde bereits frühzeitig signalisiert, dass er gute WM-Chancen habe, "wenn ich weiter gut spiele. Aber ich hatte keinerlei Garantien. Ich habe schon gezittert." Um wieder mehr und regelmäßig Spielzeit zu erhalten, wechselte Groß im Januar von Borussia Dortmund zu Brighton Hove & Albion zurück, Er könne der Mannschaft auf dem Feld eine hohe Stabilität und Sicherheit bringen. "Und wenn ich nicht spiele, dann will ich meinen Part erfüllen, indem ich mannschaftsdienlich bin, Energie reinbringe und die anderen unterstütze." Eine Einstellung, die er von allen erfordert, die nicht unter den ersten Elf sind. Zu den deutschen WM-Chancen sagte Groß: "Wir können mit den Großen mithalten. Natürlich brauchen wir dazu eine defensive Stabilität, besonders in der K.-o.-Phase muss man auch mal in der Lage sein, zu null zu spielen." Es hänge immer an Kleinigkeiten – "alles ist möglich. Das gilt für viele Nationen bei dieser WM".