Nur eine Stunde - mehr Freies Training gibt es am Wochenende in Montréal nicht. Schlecht ist, wenn es dann auch noch zu Unterbrechungen kommt. Mercedes fährt trotzdem in einer eigenen Liga. Formel-1-Spitzenreiter Kimi Antonelli ist im verlängerten Freien Training zum Großen Preis von Kanada die schnellste Runde gefahren. Der 19 Jahre alte Italiener verwies seinen Mercedes-Teamkollegen George Russell auf den zweiten Platz. Der Brite war 0,142 Sekunden langsamer. Die Konkurrenz konnte mit dem Tempo der Silberpfeile nicht mithalten. Als Dritter wies Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Ferrari einen Rückstand von 0,774 Sekunden auf Antonelli auf. Vierfach-Weltmeister Max Verstappen war im Red Bull als Fünfter knapp eine Sekunde langsamer, Titelverteidiger Lando Norris im McLaren auf Position sechs fast 1,4 Sekunden. Nico Hülkenberg , der einzige deutsche Pilot, kam im Audi auf Rang neun - mit über 2,2 Sekunden Rückstand. Kein Training nach Maß Die einstündige Session musste zweimal unterbrochen werden. Zunächst war Liam Lawson von den Racing Bulls mit seinem Wagen stehen geblieben, später verschätzte sich Williams-Pilot Alexander Albon. Sein demolierter Wagen musste ebenfalls abgeschleppt werden. Die Rennleitung entschied daher, 15 Minuten dranzuhängen. An einem Grand-Prix-Wochenende mit Sprintrennen haben die Fahrer und die Teams nicht viele Möglichkeiten, sich und den Wagen auf die Strecke abzustimmen. Nur knapp drei Stunden nach Ende des Freien Trainings steht heute Abend (22.30 Uhr MESZ/Sky) noch die Qualifikation für den Sprint an. Am Samstag geht es mit dem verkürzten Rennen weiter, danach gibt es die Qualifikation für den Grand Prix am Sonntag. Dass für das Hauptrennen auch noch Regen und Temperaturen um die 10 Grad vorhergesagt sind, erschwert die Vorbereitung. In der WM-Wertung führt Antonelli nach drei Siegen in Serie mit 100 Punkten vor Auftaktsieger Russell (80). Für das Kanada-Wochenende haben die Silberpfeile zudem ein größeres Update-Paket am Wagen.