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Thomas Massie: Trump und sein Vernichtungsfeldzug gegen die Republikaner

Trump zog los, um einen Republikaner politisch zu vernichten – und er hat erneut gewonnen. Die Niederlage seines Gegners Thomas Massie zeigt: Wer sich diesem unbeliebten Präsidenten widersetzt, riskiert die eigene politische Existenz. Bastian Brauns berichtet aus Washington Am Ende schickte Donald Trump sogar seinen Kriegsminister nach Kentucky. Denn in diesem südöstlichen Bundesstaat hatte der Präsident eine Schlacht zu gewinnen – ausgerechnet gegen einen MAGA-Republikaner. Der siebenfach wiedergewählte Kongressabgeordnete Thomas Massie, MAGA- und "America First"-Unterstützer der ersten Stunde, sollte politisch vernichtet werden. Denn für Trump ist Massie ein Verräter. Also ließ der Präsident Pete Hegseth in das kleine Dörfchen Hebron mit rund 6.000 Einwohnern reisen. Auf der Bühne attackierte Hegseth in Trumps Auftrag dann den Parteikollegen: "Präsident Trump braucht in Washington nicht noch mehr Leute, die nur ihre eigene Meinung vertreten wollen." Sondern Leute, die mit ihm stimmen, wenn es am wichtigsten sei, so der Mann aus dem Pentagon. Ein Feldzug gegen den eigenen Mann In der jüngeren Geschichte Amerikas ist kein ähnlicher Fall bekannt: Ein Verteidigungsminister lässt seine Pentagon-Pflichten einfach liegen und nimmt sich die Zeit, um für den Präsidenten einen politischen Kandidaten in den Vorwahlen zu vernichten – noch dazu, während sich das Land de facto im Kriegszustand befindet. Aber schon dieser beispiellose Vorgang zeigt: Trump ist bereit, alles zu tun, um seine parteiinternen Gegner vor den Zwischenwahlen im Herbst aus dem Feld zu räumen. Im Fall von Massie ist ihm damit eine beispiellose Machtdemonstration gelungen. Dieser Vorwahlkampf, der über die Kongresskandidatur der Republikaner für den 3. November in diesem kleinen Bezirk in Kentucky entscheidet, ist bereits jetzt der teuerste in der Geschichte des Landes. Viele Millionen US-Dollar hat Trumps Team in die Kampagne gegen Massie gesteckt. Über Wochen wurden die Bewohner Kentuckys mit Werbung bombardiert, die Massie als Verräter, "Loser" und Demokraten-Freund verunglimpften. Das Ziel: Der erbittertste interne Gegner des Präsidenten in Washington durfte unter keinen Umständen gewinnen. Sein Sieg wäre der erste erkennbare Dolchstoß für Trump gewesen. Denn das hätte gezeigt, dass Trumps Macht schwindet, nicht nur in den Umfragen, sondern sogar in der eigenen Parteibasis. Schon vor den Zwischenwahlen hätte Trump zur "Lame Duck", einer lahmen Ente, ohne echte politische Durchsetzungskraft werden können. Machtprobe mit dem mächtigsten Mann der Welt Neben Hegseth stand in Hebron Ed Gallrein, 68-jähriger Ex-Elitesoldat und Milchbauer. Ein Loyalist, der in Interviews beteuerte, im Kongress künftig nur für den Präsidenten zu stimmen. Ihn hatte Trump auserkoren, um gegen den verhassten Thomas Massie anzutreten, der es in den vergangenen Monaten mehrfach gewagt hatte, gegen Trump zu stimmen. Mal gegen den Iran-Krieg, mal für die Herausgabe der kompletten Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein , die für Trump politisch gefährlich sind. Im Grunde war Massie damit sogar mehr MAGA als Trump selbst. Wie andere, eigentlich Trump treue Republikaner zeigte er auf, welche Versprechen der Präsident gebrochen hat: kein Geld und keine Soldaten für neue Kriege und endlich Transparenz beim Dauer-MAGA-Thema Epstein. Bis zum Schluss versuchte Massie, sich noch als Mann zu verkaufen, der Prinzipien hat und nicht den Mächtigen nach dem Mund redet, auch nicht Donald Trump. Mit dieser Botschaft war er auch in vielen einflussreichen Shows zu Gast, darunter bei Tucker Carlson. Der wachsende Trump-kritische Teil der MAGA-Basis schien sich hinter ihm zu versammeln. Bittere Niederlage für Massie, Sieg für Trump Doch all das half nichts. Thomas Massie hat verloren. Mit rund zehn Prozentpunkten Abstand sogar deutlich . Der Mann, den Trump monatelang öffentlich als Selbstdarsteller verspottete, wurde von den republikanischen Vorwahl-Wählern nach sieben Wiederwahlen aus dem Amt gedrängt – ersetzt durch Ed Gallrein, der 55 Prozent der Stimmen holte. Also durch genau jenen Kandidaten, den Trump persönlich gegen ihn aufgebaut hatte. Es ist eine politische Hinrichtung mit Signalwirkung weit über Kentucky hinaus. Der Sieg ist für Trump mehr als nur ein gewöhnlicher Vorwahl-Erfolg eines von ihm unterstützten Kandidaten. Ihm ist damit ein Vergeltungsschlag gelungen. Und das, obwohl Trump in der Gesamtbevölkerung der unbeliebteste Präsident der jüngeren Zeit ist. Donald Trump kann also noch immer fast jeden Republikaner vernichten, der sich ihm widersetzt. Er demonstriert damit, was auch seine parteiinternen Gegner in den vergangenen Monaten bereits anzweifelten: Seine Kontrolle über die Republikanische Partei ist trotz schlechter Umfragewerte, trotz wirtschaftlicher Probleme und trotz des in der Bevölkerung umstrittenen Iran-Krieges weiterhin enorm groß. Vielleicht sogar größer als gedacht. Noch mehr Loyalisten Dabei galt gerade Thomas Massie lange als nahezu unangreifbar. Der libertäre Konservative ist tief verwurzelt im ländlichen Kentucky, beliebt bei der Waffenlobby, den einstigen Tea-Party-Rechten und den Hardcore-Anhängern der "America First"-Bewegung. Massie ist eigentlich genau jener Typ Republikaner, auf dem die MAGA-Bewegung ursprünglich aufbaute. Doch für Trump zählt keine ideologische Nähe. Entscheidend ist mehr denn je allein die persönliche Loyalität ihm gegenüber. Das Ergebnis dieses erfolgreichen Feldzugs zeigt zudem: Ein wichtiger Teil der republikanischen Basis scheint sich vollständig mit Trump zu identifizieren – egal, was der Präsident liefert oder nicht liefert. Trump wird vertraut, denn schließlich ist er ihr Präsident. Wer ihm schadet, schadet auch ihr. Das Phänomen von Trumps Machtapparat zeigt sich nicht nur in Kentucky. Schon vor einigen Wochen kegelte er erfolgreich gleich mehrere Senatskandidaten im Bundesstaat Indiana aus dem Amt . Es waren Republikaner, die gegen die von ihm gewünschten Wahlkreisänderungen gestimmt hatten. Trumps Rache folgte auch hier ohne Gnade. Sichtbar wurde das etwa im Bundesstaat Georgia. Dort schaffte es Brad Raffensperger nicht mal in die Stichwahl um das nächste Gouverneursamt. Er ist jener Republikaner, der sich als Georgias Vize-Gouverneur im Jahr 2020 bei der Präsidentschaftswahl Trumps Druck widersetzte. Raffensperger sollte damals in Georgia für Trump Stimmen aus dem Nichts zaubern und so seine Wahlniederlage noch in einen Sieg verwandeln. Doch er weigerte sich. Die Wähler straften ihn nun ab. Mit Burt Jones gewann auch hier Trumps favorisierter Kandidat. Ein Hoffnungsschimmer für die Demokraten Für die Demokraten birgt Trumps Machtdemonstration auch eine Chance – wenngleich nur eine eingeschränkte. Je konsequenter Trump die Republikanische Partei auf persönliche Loyalität statt auf politische Inhalte trimmt, desto größer wird die Lücke für jene Wähler, die sich von dieser Partei nicht mehr vertreten fühlen. Aber diese Strategie, auf einen bei Wechselwählern unbeliebten Trump zu setzen, ist keine Garantie für einen Sieg im November. Die Demokraten haben aber bisher keinen überzeugenden Gegenentwurf geliefert. Sie sind ohne klare Führung, haben bislang keine mitreißende Botschaft und keine Kandidaten, die über ihre eigene Basis hinaus mobilisieren können. Solange das so bleibt, könnte Trumps größter Feind im Herbst wieder nicht die schwache Opposition sein. Gefährlich werden kann ihm dann nur die Selbstgewissheit seiner eigenen Wählerinnen und Wähler, die dann glauben, nicht zur Wahl gehen zu müssen.

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