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WM 2026: Nadine Angerer über Rüdiger, Nagelsmann und die Nationalmannschaft

Nadine Angerer gehört zu den absoluten Fußballgrößen in Deutschland. Im Interview spricht sie über das kommende Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. In wenigen Wochen startet die Fußball-Weltmeisterschaft auf dem amerikanischen Kontinent. Mit 48 Mannschaften ist die Teilnehmerzahl so hoch wie noch nie. Nadine Angerer ist noch zwiegespalten, wie sie das aufgeblähte Turnier finden soll. Die ehemalige Weltklasse-Torhüterin hat selbst in den USA gespielt und lange dort gelebt. Im Interview mit t-online spricht die Welt- und Europameisterin über ihre Erfahrungen und über das, was sie der deutschen Nationalmannschaft rät. Zudem macht sich Angerer Sorgen, weil der Fußball in der öffentlichen Wahrnehmung rund um die WM zuletzt zu kurz gekommen ist und andere Themen das Geschehen dominiert haben. Treffen mit Nagelsmann: Neuer steht offenbar auf der WM-Kaderliste Wechsel im DFB-Tor? "Eines der härtesten Gespräche" Zwei Bayern-Profis dabei: Topfavorit verkündet WM-Kader t-online: Frau Angerer, in 26 Tagen startet die Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada. Wie blicken Sie auf dieses Turnier? Nadine Angerer: Mein WM-Fieber ist noch nicht geweckt oder mit dem von vorherigen Weltmeisterschaften vergleichbar. Mit 48 Mannschaften wartet ein ziemlich großes, aufgeblähtes Turnier auf uns – ich bin etwas zwiegespalten. Einerseits freue ich mich, dass Teams wie Curaçao und Kap Verde die Chance erhalten, bei so einer WM mal dabei zu sein. Andererseits, denke ich mir, sollten nur die Topnationen bei so einer WM spielen, um die sportliche Attraktivität hochzuhalten. Vor dem Start der WM bestimmt nicht der Fußball die Debatten, sondern politische Diskussionen, Sicherheitsbedenken und etwa mögliche Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE. Bereitet Ihnen das Sorgen? Klar, da kommen jetzt viele Themen abseits des Fußballs zusammen. Es hat aber keiner ahnen können, wie sich das alles politisch entwickelt. Letztendlich bin ich der Meinung, dass es um Fußball gehen sollte – ohne die politische Situation komplett auszublenden. Ich wünsche mir und vor allem den Spielern, dass es mit Start der WM dann nur noch um Fußball geht. Glauben Sie, dass das so einfach gehen wird? Bei der WM in Katar vor vier Jahren ging das schief, zulasten der Spieler und der sportlichen Ziele. Wie gesagt, finde ich es wichtig, dass man gewisse Themen nicht ausspart. Und es ist auch völlig berechtigt, wenn Spieler ihre Meinung äußern und Stellung beziehen. Der Fokus liegt auf dem Sport. Das ist deren Beruf, das ist deren Hauptaufgabe. Aber jeder Spieler hat das Recht, sich zu gewissen Themen zu äußern. Also ich hätte damals hundertprozentig gesagt, dass ich mit der Regenbogenbinde in Katar spielen will. Vielen Fußballfans ist die Lust vergangen, zur WM zu reisen, weil die Ticketpreise so hoch sind. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung? Das ist brutal. Eine Reise in die USA an sich ist schon teuer, jetzt diese horrenden Ticketpreise, das kann sich ja fast keiner mehr leisten. Das ist schade und geht in die völlig falsche Richtung, weil Fußball eigentlich verbinden und für alle zugänglich sein sollte. Hier ist die Fifa klar gefordert, diese Entwicklung zu stoppen. Ein Riesenthema ist auch die zu erwartende Hitze in den Ausrichterländern. Ich bekomme direkt Schweißausbrüche, wenn ich zum Beispiel an Houston denke, wo die deutsche Mannschaft ihr erstes WM-Gruppenspiel gegen Curaçao absolvieren wird. Das könnte ein Vorteil für den Außenseiter sein. Es wird eine große Herausforderung sein, sich der Situation anzupassen. Wie kann sich die Mannschaft darauf vorbereiten? Dosiertes Training, viele Pausen, viel Schlaf, viel Flüssigkeit zu sich nehmen – darauf muss der DFB seine Spieler einstellen, um am Ende dennoch sportliche Höchstleistungen bringen zu können. Das gilt auch für den Reisestress. In Amerika ist man dann auch mal acht Stunden unterwegs, um von einem Spielort zum anderen zu kommen. Halten Sie das Lager der deutschen Mannschaft in North Carolina für strategisch gut gewählt? Ich finde den Standort okay, hätte ihn persönlich aber eher nicht gewählt. Da kann es sehr einsam werden, die Möglichkeiten, mal rauszukommen, sind da begrenzter. Ich hoffe, dass die Mannschaft sich gut versteht, sonst kann da auch schnell ein Lagerkoller ausbrechen. Also, wenn es gut läuft, dann kann das super werden. Wenn die Ergebnisse nicht mitspielen, kann das auch zur Gefahr werden. Warum? Man muss bedenken, dass die Spieler aus einer sehr langen Saison kommen. Sie sind müde, haben viele Spiele in den Knochen. Da ist die Reizschwelle gerade zu Beginn der Vorbereitung sehr niedrig. Ich hoffe, der DFB gibt den Spielern ein paar Freiheiten, um auch mal den Kopf freizubekommen. Am Donnerstag gibt Julian Nagelsmann seinen WM-Kader bekannt. Glauben Sie, dass das Grundgerüst schon steht? Ja, ich glaube, dass 20 Spieler auf jeden Fall schon feststehen. Eventuell gibt es noch ein, zwei Überraschungen. Ich würde auf jeden Fall zwei bis drei Spieler mitnehmen, die gut für das Mannschaftsgefüge sind. Von denen man weiß, dass sie ihr Ego hintanstellen und sich in den Dienst der Mannschaft stellen. Könnte die Rückkehr von Manuel Neuer ins Tor eine der Überraschungen werden? Nein, er sollte sich den Sommer lieber freinehmen. Er muss niemandem mehr etwas beweisen. Julian Nagelsmann würde sich damit zu viele Baustellen aufmachen und zu viele Risiken eingehen. Was ist, wenn er nicht performt? Was ist, wenn er sich zwei Tage vor dem ersten Spiel verletzt? Und es wäre auch gegenüber Oliver Baumann sehr unfair. Wie meinen Sie das? Oliver Baumann muss zur WM. Er hat sehr gute Spiele für die Nationalmannschaft gemacht. Er ist ein solider Torwart, der auch immer mal einen Unhaltbaren halten kann, und er ist beliebt in der Mannschaft, was auch ein wichtiger Punkt ist. Julian Nagelsmann sah sich zuletzt einiger Kritik ausgesetzt. Wie nehmen Sie ihn momentan wahr? Er hat nach seiner Amtsübernahme eine richtige Euphoriewelle in Deutschland ausgelöst. Ich schätze Julian Nagelsmann sehr, zuletzt hat er aber ein paar unglückliche Aussagen getroffen. Was meinen Sie genau? Ich bin ein Freund von offener, ehrlicher Kommunikation. Aber gerade seine Äußerungen gegenüber Deniz Undav , für die er sich inzwischen ja entschuldigt hat, waren mehr als unglücklich. Seinen treffsichersten Stürmer so anzuzählen, das fand ich auch respektlos gegenüber der Leistung von Undav. Da hat sich Julian Nagelsmann eine unnötige Baustelle aufgemacht. Und ich sehe noch eine Gefahr. Welche denn? Ich sehe noch nicht, welchen Plan er eigentlich verfolgt, wohin er möchte. Seine Mannschaft hat sich immer wieder verändert, nie mal mehrere Spiele hintereinander gespielt. Das ist keine gute Voraussetzung für eine WM. Ein Spieler, der wohl sicher bei der WM dabei sein wird, ist Antonio Rüdiger . Rund um den Vizekapitän gab es zuletzt einige Diskussionen. Die ehemalige Nationaltorhüterin Almuth Schult kritisierte den Verteidiger wegen seines Auftretens hart. Wenn ich da mal gleich eingreifen darf … Bitte. Ich kenne Antonio Rüdiger nicht persönlich. Und ich mag Spieler, die vorangehen, eine starke Meinung haben und nicht angepasst sind. Aber es gibt einfach Dinge, die zu viel sind. Und es ist nicht ein Einzelfall in der Vergangenheit gewesen, sondern die Summe seiner Aktionen. Ich schaue ihn an und bekomme Angst. Was meinen Sie konkret? Die Kopf-ab-Geste im Champions-League-Spiel von Real Madrid gegen Atlético Madrid , der Eisbeutelwurf gegen den Schiedsrichter in einem anderen Spiel. Oder die Aufnahmen, die gerade überall rumgeistern, wo er einem Staff-Mitglied von Real Madrid eine Ohrfeige verpasst. Es findet bei Antonio Rüdiger kein Entwicklungsprozess statt. Ich würde ihn nicht in meiner Mannschaft haben wollen. Sie würden ihn also nicht mit zur WM nehmen? Nein, auf gar keinen Fall. Da haben in der Vergangenheit auch einfach die Konsequenzen gefehlt. Wenn ich immer weitermachen kann und merke, dass nichts passiert, dann ändere ich mich auch nicht. Ich finde das nicht tragbar. Befürworter von Antonio Rüdiger erwähnen die Power und Mentalität, die er mit ins Spiel bringt. Was Rüdiger macht, ist keine Mentalität, das ist pure Aggression. Ein Joshua Kimmich , ein Nico Schlotterbeck , David Raum – das sind auch Mentalitätsmonster. Das sind für mich Leader. Rüdiger dagegen ist unberechenbar, da weißt du ja nicht, was passiert. Welche Chancen räumen Sie der deutschen Mannschaft bei der WM ein? Es wird darauf ankommen, wie Deutschland ins Turnier startet. Ich glaube nicht, dass wir Weltmeister werden, dafür sind wir am Ende nicht stark genug. Ich hoffe auf das Halbfinale, das wäre ein absoluter Erfolg. Ein Erfolg wäre aber auch schon, wenn wir als deutsche Nation nachher sagen können: Die haben geil gespielt, die haben Charakter gezeigt und es hat Spaß gemacht, der deutschen Mannschaft zuzuschauen.

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