Etliche Fahrzeuge verschwinden in diesem Jahr vom Markt, darunter langjährige Bestseller und Klassiker. Für Käufer, die günstige oder besondere Autos suchen, wird das Angebot spürbar kleiner. Vom kleinen A1 bis zum großen Z4: Für viele Modelle kommt 2026 das Aus. Die Hersteller begründen die Streichungen mit zu geringen Margen, verschärften Abgasnormen und einer Neuausrichtung auf andere Modelle. Für die Kunden hat das Folgen. Audi verabschiedet sich von der Einstiegsklasse Audi zieht sich aus dem Kleinwagensegment zurück. Der A1 und das Kompakt-SUV Q2 werden aus dem Programm genommen . In Spitzenzeiten verkaufte Audi fast 30.000 A1 pro Jahr, zuletzt waren es weniger als die Hälfte. Die Margen in dieser Klasse seien zu gering, um den Premiumanspruch aufrechtzuerhalten, teilt der Konzern mit. Massiver Preissprung bei Hyundai Ähnlich trifft es Hyundai-Kunden: Mit dem i10 endet 2026 die Verbrenner-Ära im Kleinstwagensegment. Über zwei Generationen hielt Hyundai den Einstiegspreis bei rund 10.000 Euro, zuletzt stieg er jedoch auf 15.000 Euro. Der elektrische Nachfolger Inster kostet rund 24.000 Euro – ein Aufschlag von rund 9.000 Euro gegenüber dem letzten i10-Preis. Das Ende der Roadster-Ära bei BMW BMW stellte den Z4 Roadster gerade ein. Im Grazer Werk, wo der Wagen seit 2018 gebaut wurde, liefen über 55.000 Einheiten vom Band. Da der Z4 und der Toyota GR Supra dieselbe Plattform teilen, endet dort auch die Produktion der japanischen Sportwagen. Toyota hat erklärt, den Namen Supra künftig für ein Elektromodell weiterzuführen. BMW überlässt die Klasse der offenen Zweisitzer dagegen fortan der Konkurrenz. VW baut keine Cabriolets mehr VW bricht mit einer über 70-jährigen Tradition: Das T-Roc Cabriolet, das letzte offene Auto im VW-Konzern, wird eingestellt. Die Verkaufszahlen lagen zuletzt bei unter zehn Prozent des Gesamtabsatzes des SUV. Mit der Einstellung schließt VW wahrscheinlich auch das Werk in Osnabrück , das seit Jahrzehnten auf Cabriolets spezialisiert war. Ford opfert Erfolgsmodell Kuga Ford streicht den Kuga , obwohl das Modell in Deutschland mehr als 450.000-mal verkauft wurde. Hohe Verluste im Elektroauto-Geschäft stoppten die ursprünglichen Pläne für einen elektrischen Nachfolger. Ford will seine Mittel künftig in profitablere Modelle wie den Explorer und den Capri stecken. Honda-Sportler wird elektrisch Honda verabschiedet sich nach 30 Jahren und sechs Generationen vom Civic Type R. Verschärfte Abgasnormen und Flottenverbrauchsziele machen das Ende des Hochdrehzahl-Sportwagens unausweichlich. Einen Hybrid in vergleichbarem Stil zu entwickeln, sei dem Unternehmen zu aufwendig. Das Label "Type R" für sportliche Modelle soll erhalten bleiben, allerdings in einer vollelektrischen Variante. Mercedes streicht Hochdachkombis ersatzlos Mercedes zieht sich gleich aus einer ganzen Fahrzeugklasse zurück. Die T-Klasse, der Citan und der elektrische EQT werden eingestellt. Die Modelle entstanden gemeinsam mit dem Renault Kangoo in einem französischen Werk. Diese Kooperation endet nun. 2024 verkaufte Mercedes von EQT und T-Klasse zusammen nur noch knapp über 5.000 Einheiten – nach rund 7.400 im Vorjahr. Der Konzern konzentriert sich künftig stärker auf das Premiumsegment. Renault und Nissan bauen den baugleichen Kangoo beziehungsweise Townstar weiter. Einen Hochdachkombi mit Stern wird es aber nicht mehr geben. Der Kahlschlag zeigt einen Trend: Die Hersteller sortieren aus. Kleinwagen und Cabrios weichen teuren Geländewagen und Elektroautos. Das Kalkül der Konzerne ist simpel. Rendite zählt mehr als Vielfalt. Für die Kunden bedeutet das künftig nicht nur weniger Auswahl, sondern vor allem deutlich höhere Einstiegspreise.