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WM 2026: Schwache Hotel-Buchungen in den USA – sie nennen es "Nicht-Event"

Im Januar hatte sich die Fifa noch über das große Interesse an Tickets für die Fußball-Weltmeisterschaft gefreut. Doch der Blick auf die Hotelbuchungen zeigt in den USA bislang ein anderes Bild. David Schafbuch berichtet aus New York Wenn Gianni Infantino den USA die Bedeutung einer Fußball-Weltmeisterschaft erklären wollte, hatte er in den vergangenen Monaten folgende Rechnung parat: Der Super Bowl , das Endspiel um die US-Meisterschaft im American Football , werde weltweit jährlich von 120 bis 130 Millionen Zuschauern verfolgt. Bei einer Fußball-WM würden dagegen sechs Milliarden Menschen zusehen. Laut Infantinos Rechnung bedeutet das: Eine Fußball-WM ist bei jedem ihrer 104 Spiele ein ähnlicher Publikumsmagnet wie der Super Bowl. Noch im Januar hatte der Weltfußballverband auch großes Interesse an Tickets für die Spiele in den USA, Kanada und Mexiko gemeldet: 500 Millionen Anfragen sollen bis dahin eingegangen sein. Kommentar zu WM: Bleiben Sie lieber zu Hause René Adler im Interview: "Ganz bitter für Fußballdeutschland" Rund einen Monat vor dem Start des Turniers ist die Nachfrage nach Tickets zwar ungebrochen. Die Hotels in den elf Ausrichterstädten der USA merken allerdings kaum etwas davon. Von einem Ansturm durch Fußballfans ist in der Hotelbranche keine Rede, zum Teil wird stattdessen sogar von einem "Nicht-Event" gesprochen. Die Gründe liegen nicht nur in der aktuellen Politik der US-Regierung, sondern auch in einer Fehlkalkulation der Fifa. Grundsätzlich hatten die USA schon im vergangenen Jahr mit schwachen Tourismuszahlen zu kämpfen: Laut Zahlen der International Trade Administration, die zum US-Handelsministerium gehört, waren die Besucherzahlen 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent zurückgegangen. Es war der erste Rückgang seit dem Ende der Coronapandemie, und das, obwohl der weltweite Trend laut den UN mit vier Prozent deutlich nach oben ging. Die Fußball-WM hätte die Touristenzahlen steigern können. Doch die Ernüchterung in der US-Hotelbranche ist groß. "Obwohl bereits mehr als fünf Millionen Tickets verkauft wurden, hat sich diese Nachfrage bislang noch nicht in einer starken Zunahme der Hotelbuchungen niedergeschlagen", heißt es in einer Umfrage unter Hotelbetreibern, die vom Branchenverband AHLA Anfang der Woche veröffentlicht wurde. Laut der Analyse gaben in den elf Städten, die in den USA das Turnier ausrichten, fast 80 Prozent der Hotelbetreiber an, dass die Buchungen bislang hinter den Erwartungen zurückbleiben. Die größte Diskrepanz gab es in Kansas City im Bundesstaat Missouri: 85 bis 90 Prozent der dortigen Hoteliers teilten mit, dass die Buchungen nicht nur angesichts der Erwartungen für die WM enttäuschend ausfallen. Die Zahlen würden sogar unter denen eines gewöhnlichen Juni oder Juli liegen. Verluste von 100 Millionen Dollar Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in anderen Städten: Laut der Umfrage sprechen die Ausrichter in Boston, Philadelphia, San Francisco und Seattle angesichts der bisherigen Buchungszahlen von der WM als einem "Nicht-Event". Den höchsten Rücklauf – Fachjargon der Hotellerie für eingegangene Buchungsanfragen – gab es demnach bislang in Miami und Atlanta. In diesen beiden Städten im Südosten gaben immerhin etwa die Hälfte der Hoteliers an, der Rücklauf entspreche ihren Erwartungen. Vijay Dandapani ist Präsident der Hotel Association von New York und vertritt dort die Interessen der Hotelbranche. Dandapani sagte t-online, dass bislang die Buchungen "weitgehend unverändert" im Vergleich zum Vorjahr seien. Es sei lediglich ein kleiner Anstieg von fünf bis zehn Prozent erkennbar. Sollte es dabei bleiben, würde das einen deutlichen Verlust für die Branche in der größten Stadt der USA bedeuten: Die Rede ist laut Dandapani von 100 Millionen Dollar. Gründe für die schwachen Buchungszahlen gibt es mehrere: In der Studie der AHLA nannten 70 Prozent der Befragten Probleme bei der Visa-Vergabe sowie "weitreichende geopolitische Bedenken". Tatsächlich fährt die US-Regierung unter Präsident Donald Trump einen rigiden Migrationskurs. Behörden wie ICE oder die Border Patrol sind angehalten, die Zahl der Abschiebungen illegaler Einwanderer zu steigern. Zugleich hat die US-Regierung die Einreise für viele Länder erschwert, indem sie etwa Visaverfahren eingestellt oder gar Einreiseverbote verhängt hat. Zudem dürfen Staatsbürger bestimmter Länder nur noch gegen eine Zahlung von 15.000 Dollar einreisen. Betroffen sind davon ausgerechnet vier Länder, deren Teams sich für das Turnier qualifiziert haben: Senegal, Elfenbeinküste, Haiti und der Iran . Allerdings soll es auch in anderen Ländern größere Wartezeiten bei der Vergabe von Einreisegenehmigungen geben. Vijay Dandapani von der New Yorker Hotel Association wünscht sich, dass die Verfahren beschleunigt werden. Besonders notwendig sei das für Länder in Lateinamerika, wo die Nachfrage besonders hoch ist. Gleichzeitig sieht die AHLA auch durch die Fifa selbst verschuldete Probleme. Der Weltfußballverband habe durch ein großflächiges "Room-Blocking" im Vorfeld des Turniers die Hotelbranche in Schwierigkeiten gebracht. Der Verband soll in vielen Ausrichterstandorten in den vergangenen Monaten deutlich zu viele Hotelzimmer reserviert und auf diese Weise eine "künstliche Nachfrage" erzeugt haben. "Benötigen Transparenz" Die Hotels hatten darauf zunächst mit überhöhten Personal- und Umsatzplanungen reagiert – und auch mit gestiegenen Preisen. Der Hotelverband von Texas teilte Ende April mit, dass in Houston teilweise Preissteigerungen von mehr als 800 Prozent verzeichnet wurden. Drei Monate vor Beginn des Turniers habe die Fifa dann große Teile ihrer Reservierungen wieder storniert. Jetzt sind die Hotels bemüht, die leeren Zimmer doch noch zu füllen. "Operativ gesehen sind Zimmerkontingentfreigaben im Vorfeld eines Großereignisses normal, doch Hotelbetriebe benötigen Transparenz, Vorlaufzeit und einen Kommunikationsprozess, der die Betreiber als Partner behandelt", heißt es dazu in der AHLA-Analyse. Die Fifa erklärte, dass "alle Freigaben von Zimmern innerhalb der vertraglich vereinbarten Fristen mit den Partnerhotels erfolgt seien" und "in vielen Fällen die Zimmer vor den festgelegten Fristen freigegeben wurden, um den Bedürfnissen der Hotels bestmöglich gerecht zu werden". "Kommt erst Ende Juni richtig in Schwung" In der Konsequenz sind die Hotelpreise innerhalb der vergangenen Monate trotz des bevorstehenden Turniers zurückgegangen. Das Unternehmen Lighthouse Intelligence, das Reise- und Tourismusdaten analysiert, registrierte in den elf US-Standorten der WM solche Preisrückgänge. Während diese in Kansas City mit einem Prozentpunkt minimal ausfielen, fiel der Preis für ein durchschnittliches Hotelzimmer in New York um fast ein Viertel. Ob dadurch die Lücke in den Buchungen geschlossen werden kann, ist aktuell offen. Alan Fyall, der sich an der University of Central Florida mit Hotelmanagement beschäftigt, sagte dem Magazin "Forbes", die Zahlen könnten sich im Verlauf der Weltmeisterschaft noch ändern. Etwa wenn klar sei, dass große Fußballnationen sich Chancen auf den Titel ausrechnen können. "Das Turnier kommt erst Ende Juni richtig in Schwung. Dann könnten wir einen Anstieg der Nachfrage sehen", so Fyall. Deutsche Fans wären in dem Fall im Vorteil: Sie benötigen für die Einreise in die USA neben einem gültigen Reisepass nur eine sogenannte Esta-Genehmigung (Electronic System for Travel Authorization). Diese kann – im Gegensatz zu einem Visum – innerhalb weniger Tage bis Stunden vor der Abreise erteilt werden.

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