Eine angebliche Rückzahlung von 374 Euro klingt verlockend. Doch hinter den täuschend echt wirkenden Mails steckt eine Phishing-Falle. Eine Welle von Phishing-Mails verunsichert derzeit viele Menschen in Deutschland. Die Nachrichten wirken täuschend echt und stammen angeblich von der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Doch in Wahrheit steckt dahinter ein Betrugsversuch. In den E-Mails wird Empfängern eine vermeintliche Beitragserstattung in Höhe von 374,20 Euro in Aussicht gestellt. Als Grund nennen die Absender eine angebliche Fehlbuchung. Um das Geld zu erhalten, sollen Betroffene einen Link anklicken und dort persönliche Daten sowie Kreditkarteninformationen eingeben. Abzocke mit Unterlagen: Verbraucherzentrale warnt vor Rentenportal Milliardenschäden durch Cybertricks: Diese Betrugsmaschen werden immer gefährlicher Die Deutsche Rentenversicherung warnt: Dabei handelt es sich um Phishing , also einen Betrugsversuch. Wer auf den Link klickt und Daten eingibt, riskiert, dass diese von Kriminellen missbraucht werden. Grundsätzlich fordert die Deutsche Rentenversicherung Versicherte niemals per E-Mail dazu auf, sensible Daten über einen Link einzugeben oder Erstattungen zu beantragen. Wer unsicher ist, sollte direkt bei der DRV nachfragen. Täuschend echt dank KI Besonders tückisch: Die Mails sind professionell gemacht. Logo, Layout und sogar der Sprachstil wirken authentisch. Laut Experten nutzen Betrüger Künstliche Intelligenz, um Formulierungen und Tonfall offizieller Schreiben nachzuahmen. Auch die gefälschten Internetseiten, auf die der Link führt, sind kaum von echten DRV-Seiten zu unterscheiden. Die IT-Sicherheitsexperten der DRV beobachten die Lage und lassen betrügerische Webseiten sperren. Dennoch tauchen immer wieder neue Varianten auf. Hintergrund ist auch der zunehmende Einsatz von KI in der Cyberkriminalität. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt in seinem Cybersicherheitsmonitor 2026 ebenfalls davor, dass solche Angriffe immer raffinierter werden. Woran Sie Phishing-Mails erkennen Trotz der professionellen Aufmachung gibt es typische Warnsignale: Ungewöhnliche Absenderadresse: Prüfen Sie immer die tatsächliche E-Mail-Adresse, nicht nur den angezeigten Namen. Verdächtig sind etwa kryptische oder ausländische Domains. Geldversprechen: Seien Sie skeptisch, wenn Ihnen ohne Ihr Zutun eine Rückzahlung angeboten wird. Aufforderung zur Dateneingabe: Seriöse Behörden verlangen keine sensiblen Daten per E-Mail-Link. Zeitdruck: Häufig setzen Betrüger kurze Fristen, um Druck aufzubauen. Was Betroffene jetzt tun sollten Wenn Sie eine solche E-Mail erhalten, gilt: nicht klicken, nicht antworten, stattdessen löschen oder in den Spam-Ordner verschieben. Sind Sie bereits auf den Betrug hereingefallen, sollten Sie schnell handeln: Trennen Sie Ihr Gerät sofort vom Internet. Sperren Sie anschließend Kreditkarten oder informieren Sie Ihre Bank, wenn Sie Zahlungsdaten eingegeben haben. Ändern Sie außerdem Passwörter – am besten von einem anderen Gerät aus – und dokumentieren Sie den Vorfall, beispielsweise mit Screenshots. Erstatten Sie abschließend Anzeige bei der Polizei.