Ein Auto rast in Leipzig in eine Fußgängerzone, zwei Menschen sterben, weitere werden schwer verletzt. Die Polizei nennt erste Informationen zum mutmaßlichen Täter. Der mutmaßliche Täter, der mit einem Pkw durch die Fußgängerzone der Leipziger Innenstadt gefahren ist, wurde von Einsatzkräften in seinem Fahrzeug gestellt und festgenommen. "Wir gehen von einer Amoktat aus", erklärte die leitende Oberstaatsanwältin Claudia Laube am Montagabend. Es gebe keine Anhaltspunkte für eine andere Leseart. Der mutmaßliche Amokfahrer ist nach Angaben der Polizei 33 Jahre alt und hat die deutsche Staatsbürgerschaft. "Er ist in Deutschland geboren und ist in der Gegend von Leipzig wohnhaft", sagte Polizeipräsident René Demmler auf einer Pressekonferenz in Leipzig. Der Tatverdächtige sei zudem polizeibekannt. Bürgermeister bestätigt: Auto fährt in Leipzig in Menschenmenge – zwei Tote Polizei nennt Nationalität und Alter des Verdächtigen: Alle Nachrichten zum Amoklauf in Leipzig Mutmaßlicher Leipziger Amokfahrer ließ sich festnehmen Seine Festnahme erfolgte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft. Der Tatverdächtige befindet sich nun in polizeilichem Gewahrsam. Der Oberstaatsanwältin Laube zufolge saß der mutmaßliche Täter noch in dem Auto, als die Polizei eintraf. Der Mann habe den Wagen selbst gestoppt, erklärte sie. "Der Täter wurde durch uns im Fahrzeug dingfest gemacht", sagte der Leipziger Polizeipräsident Demmler. Er habe sich widerstandslos festnehmen lassen. Auf Videos, die von der Festnahme im Internet kursieren, ist ein schlanker Mann im blauen T-Shirt und heller Hose zu sehen. Der gezeigte Mann hat einen weitgehend kahl rasierten Kopf. Außerdem scheint sein linker Arm bunt tätowiert zu sein. In den Aufnahmen ist zu hören, wie er sagt: "Macht, dass es aufhört". Die Behörden wollten aber am Montagabend nicht bestätigen, dass die Aufnahmen tatsächlich den festgenommenen mutmaßlichen Amokläufer zeigen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Mordes in zwei Fällen sowie versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen. "Die Ermittlungen stehen noch am Anfang, deswegen können wir nicht detailliert informieren", sagte der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung. "Psychisch auffälliger" Mann Laut Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen jungen Mann, "psychisch auffällig". "So eine Tat macht uns sprachlos – und sie macht uns entschlossen", sagte Kretschmer. "Wir werden alles daransetzen, sie schnell und vollständig aufzuklären. Der Rechtsstaat wird mit aller Konsequenz handeln." Jetzt werde es darum gehen, füreinander da zu sein. "Sachsen hält zusammen." Bei der mutmaßlichen Amokfahrt kamen zwei Menschen ums Leben, drei weitere wurden schwer verletzt. Laut Polizei ist das Fahrzeug gegen 16.45 Uhr am Augustusplatz auf Höhe der Grimmaischen Straße in die Fußgängerzone eingebogen. Anschließend soll das Auto mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Markt weitergefahren sein. Polizei bittet Zeugen in Leipzig um Hinweise Die Polizeidirektion Leipzig hat inzwischen ein Hinweistelefon unter der Nummer +49 341 966 46666 geschaltet und bittet Zeugen, sich zu melden. Das Landeskriminalamt Sachsen hat zudem ein Hinweisportal eingerichtet: sn.hinweisportal.de. Insbesondere Zeugen, die sich gegen 16.45 Uhr in der Leipziger Innenstadt aufgehalten haben und Hinweise zum Hergang, zum Fahrzeug oder zum Fahrer machen können, sollen sich melden.