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Unwetter: Diese Bundesländer trifft es am härtesten

Hagel, Sturm und Überschwemmungen verursachten 2025 deutlich weniger Schäden als in den Jahren zuvor. Regional gibt es allerdings große Unterschiede. Nach mehreren stürmischen Jahren mit hohen Schäden hat sich die Natur in Deutschland im vergangenen Jahr vergleichsweise friedlich gezeigt: Die Naturkatastrophenschäden sind 2025 im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken, wie der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft in Berlin mitteilte. Bundesweit verursachten Sturm, Hagel und andere Wetterereignisse in der Sachversicherung 1,4 Milliarden Euro Schäden, drei Milliarden Euro weniger als im Vorjahr. Der Grund: 2025 gab es keine großflächigen Überschwemmungen. Mehr als zwei Drittel der Schäden – eine Milliarde Euro – wurden im vergangenen Jahr durch Sturm und Hagel verursacht. Insgesamt meldeten die Kunden ihren Versicherern 479.000 Sturm- und Hagelschäden. Der durchschnittliche Schaden belief sich auf rund 2.100 Euro. Meiste Schäden im Westen Besonders stark war hierbei der Westen Deutschlands betroffen. Die meisten Schäden registrierten die Versicherer in Nordrhein-Westfalen (124.000). Auch in Niedersachsen (65.000) und Baden-Württemberg (60.000) richteten Sturm und Hagel verhältnismäßig häufig Schäden an. Die wenigsten Unwetterschäden wurden aus Hamburg (3.000), Bremen (4.000) und Mecklenburg-Vorpommern (6.000) gemeldet. Die höchsten Durchschnittsschäden wurden hingegen im Süden des Landes verzeichnet: In Baden-Württemberg zahlten die Versicherer im Schnitt 3.300 Euro für Sturm- und Hagelschäden, in Bayern waren es 3.000 Euro. Auch in Hamburg (2.600) und Berlin (2.500) lag die Schadenshöhe deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Bundesland Zahl der versicherten Schäden Durchschnittsschaden Baden-Württemberg 60.000 3.300 Euro Bayern 27.000 3.000 Euro Berlin 13.000 2.500 Euro Brandenburg 27.000 1.800 Euro Bremen 4.000 2.200 Euro Hamburg 3.000 2.600 Euro Hessen 32.000 2.300 Euro Mecklenburg-Vorpommern 6.000 1.400 Euro Niedersachsen 65.000 1.600 Euro Nordrhein-Westfalen 124.000 1.800 Euro Rheinland-Pfalz 33.000 1.700 Euro Saarland 13.000 1.600 Euro Sachsen 17.000 1.900 Euro Sachsen-Anhalt 13.000 1.600 Euro Schleswig-Holstein 20.000 1.200 Euro Thüringen 12.000 2.100 Euro Überschwemmungen, Starkregen und andere sogenannte Elementarschäden, die von der normalen Gebäudeversicherung nicht gedeckt sind, schlugen mit 400 Millionen Euro zu Buche – im Vorjahr waren es wegen großer Hochwasser in Süddeutschland 2,6 Milliarden Euro gewesen. Diese Zahlen umfassen aber nur die versicherten Schäden. Da bundesweit über 40 Prozent der Wohngebäude nicht gegen Überflutung und andere Elementarschäden versichert sind, sind die Gesamtschäden höher. Mit 19.000 gemeldeten Schäden lag auch hier Nordrhein-Westfalen im Vergleich der Bundesländer vorn. Auch in Baden-Württemberg (15.000) und Bayern (13.000) meldeten die Versicherten zahlreiche Elementarschäden. Die wenigsten Schadenmeldungen erreichten die Versicherer derweil aus Mecklenburg sowie den drei Stadtstaaten (jeweils 1.000). Verbraucherschutz: "Verein will Pflichtversicherung für alle Hausbesitzer" Versicherungskosten: "Naturgefahren in Deutschland: Wo der Schutz am teuersten ist" Mit rund 4.700 Euro liegt der durchschnittliche Elementarschaden deutlich höher als bei Sturm- und Hagelschäden. Besonders teuer wurde es in Hamburg: In der Hansestadt zahlten die Versicherer im Schnitt 6.500 Euro infolge von Starkregen oder Hochwasser. Keine Entwarnung Im längerfristigen Trend steigen die weltweit von Naturkatastrophen verursachten Schäden seit mehreren Jahrzehnten, bedingt unter anderem durch steigende Temperaturen. Da wärmere Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, wächst auch die Unwetterneigung, es bilden sich häufigere und schwerere Gewitter. Das ist aber keine lineare Entwicklung. "Die Schäden schwanken stark von Jahr zu Jahr, deshalb dürfen ruhigere Jahre nicht als Trend interpretiert werden", sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Angesichts der niedrigen Versicherungsabdeckung in Deutschland diskutiert die Politik über die Einführung einer Elementar-Pflichtversicherung. Deren genaue Ausgestaltung ist jedoch noch unklar. Ein Gesetzentwurf wird für dieses Jahr erwartet.

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