Geistige Fitness: Wie gesund ist Präsident Trump? Pete Hegseth glaubt er sei "brilliant"
Pete Hegseth musste vor dem Kongress Fragen zu Trumps geistiger Gesundheit beantworten. Er verteidigte den 79-Jährigen entschlossen. Und verwies auf Joe Biden.
Die Anhörung von Verteidigungsminister Pete Hegseth vor dem Kongress entglitt schnell. Es begann als Austausch über den Irankrieg und wurde dann schnell zu einer scharfen Auseinandersetzung über die mentale Gesundheit des US-Präsidenten. Hegseth, der als enger Vertrauter von Trump gilt, verteidigte ihn scharf. Die Demokratin Sara Jacobs aus San Diego sagte in der Befragung: „Es fällt mir schwer, so etwas überhaupt über unseren Präsidenten sagen zu müssen, aber das Leben meiner Wähler steht auf dem Spiel.“ Und fuhr dann vor dem Hintergrund des Irankrieges in Richtung von Hegseth fort: „Glauben Sie, dass der Präsident mental stabil genug ist, um Oberbefehlshaber zu sein?“
Hegseth schlug einen scharfen Ton an in seiner schnellen Antwort. „Haben Sie diese Frage auch die letzten vier Jahre Joe Biden gestellt?“ Er spielte damit auf Trumps Vorgänger an, der deutliche Zeichen von Demenz zeigte in den letzten Monaten seiner Amtszeit. „Herr Minister, Joe Biden ist nicht der Präsident. Herr Trump ist das seit eineinhalb Jahren“, antwortete Jacobs darauf. Hegseth feuerte zurück: „Auf das Niveau der Herabsetzung, das Sie hier gegenüber dem Oberbefehlshaber an den Tag legen, lasse ich mich gar nicht ein. Und nannte dann Trump den „brillantesten und scharfsinnigsten Oberbefehlshaber, den wir seit Generationen hatten.“
Pete Hegseth blieb eine konkrete Antwort schuldig
In den letzten Monaten war es immer wieder zu Spekulationen über die Gesundheit des fast 80-jährigen US-Präsidenten gekommen. Vor allem aufgrund seiner oft sprunghaften Reden gibt es Zweifel an seiner geistigen Fitness. Außerdem war er immer wieder im überschminkten Flecken an beiden Händen aufgetreten. Auch online macht er nicht immer einen guten Eindruck. Kürzlich drohte er, "eine ganze Zivilisation wird ausgelöscht“, wenn der Iran nicht auf seine Forderungen eingehe. Außerdem legte er sich öffentlich mit Papst Leo an.
Sara Jacobs präsentierte während der Anhörung ein mit KI erzeugtes Bild des Präsidenten, das ihn offensichtlich als Jesus zeigte. Trump hatte das Bild selbst auf seinem sozialen Netzwerk „Truth Social“ gepostet. Die Abgeordnete fragte den Verteidigungsminister: „Wie soll ich diesen nächsten Post meinen Wählern gegenüber erklären?“
„Ich bin Jüdin, deshalb stört mich das persönlich nicht so sehr, aber nach meinem Verständnis empfinden viele Christinnen und Christen das als ziemlich anstößig. Wie erklären Sie also diesen Post?“, fügte sie hinzu.
Hegseth antwortete: „Ich bin nicht hier, um diesen Post zu erklären. Wir haben einen unglaublichen Oberbefehlshaber, der unsere Truppen an erste Stelle setzt.“ Und attackierte sofort wieder: „Wollten Sie diese Frage eigentlich auch stellen, nachdem Sie und Ihre demokratischen Kollegen Joe Biden verteidigt haben, der kaum noch sprechen konnte?“ Jacobs wies darauf hin, dass Fragen nach der mentalen Fitness des Präsidenten nichts mit Parteibüchern zu tun hätten. Selbst die frühere republikanische Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene habe inzwischen gesagt, Trump sei außer Kontrolle und verrückt geworden. Auch zahlreiche konservative Kommentatoren wie Tucker Carlson, Alex Jones oder Megyn Kelly hätten die Absetzung Trumps gefordert.
Sara Jacobs setzte noch einmal nach: „Wie soll ich meinen Wählern erklären, dass ihr Oberbefehlshaber solche völlig durchgedrehten Posts absetzt, während sie in Lebensgefahr sind?“ Hegseth blieb eine Antwort schuldig. Er flüchtete sich in Lob für Präsident Trump und seine Arbeit.