Meilensteine der Weltliteratur: Homer schreibt Ilias und Odyssee
- warum Ilias und Odyssee schon in der Antike echte "Blockbuster" sind,
- weshalb bis heute unklar bleibt, ob es Homer als einzelne Person überhaupt gegeben hat,
- wie mündliche Erzähltraditionen zu zwei zusammenhängenden Epen werden,
- wie Gewalt, Trauma und Rückkehr die Menschen damals wie heute beschäftigen.
Es sind zwei Geschichten: Die Ilias erzählt vom Zorn des Achill und vom Krieg um Troja. Die Odyssee schildert die lange, gefährliche Heimfahrt des Odysseus nach Ithaka. Beide Epen entstehen vermutlich im 8. oder frühen 7. Jahrhundert vor Christus und treffen den Nerv einer Zeit voller Gewalt und Unsicherheit.
Ob Homer ein einzelner genialer Dichter ist oder das Werk professioneller Sänger verdichtet, bleibt offen. Sicher ist: Die Geschichten verbinden individuelle Schicksale mit großen Fragen nach Ehre, Gemeinschaft und Identität. Genau darin liegt ihre bis heute ungebrochene Wirkung – als Ursprung europäischer Literatur und als Erzählungen, die immer wieder neu gelesen werden können.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Jonas Grethlein (Professor für Altphilologe, Universität Heidelberg)
- Bernhard Zimmermann (emeritierter Professor für klassische Philologie, Universität Freiburg)
- Homer: Ilias - Odyssee. München 2002
- Jonas Grethlein: Die Odyssee. Homer und die Kunst des Erzählens. München 2017
Weiterführende Links:
- ARD alpha: Klassiker der Weltliteratur - Homer
- Arte: Die großen Mythen - Ilias und Odyssee
- ZDF: Superhelden - Odysseus
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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Ralph Erdenberger
Redaktion: Matti Hesse ]]>