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Papst Leo äußert sich zu Kriegen: "Gott will das nicht"

Das Oberhaupt der katholischen Kirche ist in Äquatorialguinea – letzte Station seiner Afrika-Reise. Zum Auftakt fordert er, wieder mehr auf die Einhaltung des Völkerrechts zu achten. Papst Leo XIV. hat sich besorgt über eine Ausweitung von internationalen Konflikten durch die zunehmende Ausbeutung von Rohstoffen mit neuen Technologien geäußert. Zum Auftakt eines Besuchs im westafrikanischen Staat Äquatorialguinea sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche: "Der rasante technologische Wandel, den wir derzeit erleben, beschleunigt die Spekulation mit Rohstoffen noch weiter." Umso wichtiger sei es, bestehende internationale Abkommen auch einzuhalten. Äquatorialguinea ist für den Papst die letzte Station einer elftägigen Afrika-Reise. In dem Zwei-Millionen-Einwohner-Staat ist Präsident Teodoro Obiang Nguema Mbasogo seit 1979 im Amt – länger als jedes andere Staatsoberhaupt. Mit seiner Familie kontrolliert der 82-Jährige Politik und Einnahmen des ölreichen Landes. Auch auf früheren Stationen wie Kamerun und Angola hatte Leo vor einer Ausbeutung des Kontinents durch ausländische Mächte und internationale Konzerne gewarnt. Trump und die katholische Kirche: "Ein Riss der nicht zu kitten ist" Streit mit dem Vatikan : Warum der Papst für Trump gefährlich wird Leo verlangt "Kurswechsel" angesichts neuer Technologien Das Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken beklagte in einer Rede, durch die technologisch einfachere Nutzung von Öl- und Mineralvorkommen würden bewaffnete Konflikte noch mehr vorangetrieben, "wobei internationales Recht und das Selbstbestimmungsrecht der Völker missachtet werden". Auch der Schutz der Schöpfung und die Rechte lokaler Gemeinschaften würden offensichtlich weiter in den Hintergrund gedrängt. Dieselben Technologien kämen auch zu kriegerischen Zwecken zum Einsatz. "Gott will das nicht", sagte der Papst. "Das Schicksal der Menschheit läuft Gefahr, tragisch beeinträchtigt zu werden, wenn es nicht zu einem Kurswechsel in der Übernahme politischer Verantwortung und zur Achtung von Institutionen und internationalen Abkommen kommt." Bei der Ankunft in Malabo, der bisherigen Hauptstadt von Äquatorialguinea, wurde Leo von Zehntausenden am Straßenrand gefeiert. Der Papst kehrt am Donnerstag von seiner elftägigen Reise nach Rom zurück. Die nächste Auslandsreise wird ihn im Juni nach Spanien führen.

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