Der Sonntagabend ist für viele Menschen in Deutschland verplant – für den neuen ARD-Krimi. Die "Tatort"-Folge diese Woche führt in den Schwarzwald. Sonntag, 20.15 Uhr – dieser Termin ist seit Jahrzehnten gesetzt: Dann beginnt im Ersten entweder der "Tatort" oder ein neuer "Polizeiruf 110". Seit 1970 verfolgen Millionen Menschen regelmäßig neue Kriminalfälle aus deutschen, österreichischen und Schweizer Städten. Verschiedene Ermittlerteams klären in 90 Minuten Mordfälle auf: ein deutsches Erfolgsrezept. Dieses Kommissaren-Duo ermittelt in "Innere Angelegenheiten" Am Sonntag, 19. April 2026 um 20.15 Uhr zeigt die ARD den neuen "Tatort" aus Schwarzwald . Die Kollegen Franziska Tobler (Eva Löbau) und Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) ermitteln im neuen Fall mit dem Titel " Innere Angelegenheiten ". Darum geht es in "Tatort": "Innere Angelegenheiten" Ein Mord im Freiburger Nachtclub führt Tobler und Berg direkt zu Beginn der Emittlungen in eine hochexplosive Situation. Das Mordopfer ist Mitglied der Rockergang "Devils", deren Mitglieder zahlreich vor Ort sind und nur darauf warten, den Schuldigen selbst zu bestrafen. Dabei scheint bereits festzustehen: Der Täter ist Ramin Taremi, selbst vorbestraft und seit Jahren mit dem Mordopfer verfeindet. Er hatte am selben Abend einen heftigen Streit mit dem Devils-Mitglied. Um die Situation unter Kontrolle zu behalten, fährt Berg mit dem Verdächtigen aufs Revier, während Tobler vor Ort bleibt und die beiden verfeindeten Lager – die Devils und Taremis Kumpel – auseinanderhält. Aufgeteilt stellen beide Ermittler fest, dass der Fall nicht ganz so einfach ist, wie er scheint. Taremis Freunde stehen der Polizei misstrauisch gegenüber, die Devils wollen genauso wenig kooperieren und Tobler erfährt kaum hilfreiche Details. Ihr Kollege Berg hat es im Verhör ebenfalls schwer, da Taremi angibt, sich nach dem Streit an nichts zu erinnern. Soweit nichts, was die beiden Ermittler aus dem Konzept bringen würde. Aber als das Einsatzprotokoll der Bereitschaftspolizisten, die den Mord gemeldet haben, auf sich warten lässt und auch von ihrer Seite keine hilfreichen Informationen, müssen sich Berg und Tobler einer neuen Möglichkeit stellen: Ist Taremi wirklich der Täter oder haben die Kollegen aus den eigenen Reihen etwas zu verbergen? Kommende "Tatort" und "Polizeiruf 110"-Termine im Überblick Die kommenden Sendetermine sind wie folgt geplant: "Tatort" aus dem Wien : "Gegen die Zeit" – Montag, 26. April, um 20.15 Uhr "Tatort" aus dem Zürich : "Könige der Nacht" – Montag, 3. Mai, um 20.15 Uhr Sommerpause Während der "Tatort" 1970 in der Bundesrepublik als Antwort der ARD auf die erfolgreiche ZDF-Serie "Der Kommissar" ins Leben gerufen wurde, ist der "Polizeiruf 110" ein Konzept aus der ehemaligen DDR . Nach der Wiedervereinigung führten die ARD-Anstalten das Format weiter. Dennoch ist der "Polizeiruf" deutlich seltener zu sehen als sein Pendant. Gespielt wird dabei nicht immer nur am Sonntag: Auch an Feiertagen wie Neujahr, Ostermontag oder dem zweiten Weihnachtstag sendet die ARD neue Folgen. In der Sommerpause hingegen – meist zwischen Ende Juni und Ende August – werden Wiederholungen gezeigt. "Tatort" versus "Polizeiruf 110": ein ungleiches Duell Von rund 40 Erstausstrahlungen bei den Sonntagskrimis, die Das Erste pro Jahr zeigt, sind in der Regel 7 bis 10 Folgen aus dem "Polizeiruf 110"-Kosmos. Das Ungleichgewicht liegt auf der Hand: Während es insgesamt 22 aktive Teams beim "Tatort" gibt, schicken beim "Polizeiruf 110" lediglich fünf Städte ihre Kommissare ins Rennen. Die beiden Krimiklassiker der ARD haben sich trotz wachsender Konkurrenz, Mediatheken, Streamingdiensten und veränderter Sehgewohnheiten etabliert. Keine andere fiktive TV-Marke verfügt über eine solche Strahlkraft. Reichweiten unter sechs Millionen Zuschauern sind die Ausnahme, "Tatort"-Teams wie das Münster-Duo brechen nahezu alljährlich Quotenrekorde.