Seit 2013 hat kein Formel-1-Rennen mehr in Indien stattgefunden. Ein Minister des Landes ist sich sicher, dass sich das bald ändern wird. Doch die Rennserie hat wohl andere Pläne. Der indische Politiker Mansukh Laxmanbhai Mandaviya hat die Spekulationen um die Rückkehr der Formel 1 in das südasiatische Land neu angeheizt. "2027 wird es ein Formel-1-Rennen in Indien geben", sagte der Minister für Arbeit und Beschäftigung am Montag. "Das steht zu 100 Prozent fest. Das erste Rennen findet auf dem Buddh International Circuit statt." In Indien war die Formel 1 bereits zwischen 2011 und 2013 zu Gast. Alle drei Rennen konnte Sebastian Vettel gewinnen. Seitdem wartet Indien auf eine weitere Chance, die Formel 1 auf der Strecke unweit der Hauptstadt Delhi begrüßen zu dürfen. Ein Steuerstreit zwischen der Fia und der regionalen Regierung hatte dazu geführt, dass der Große Preis von Indien aus dem Rennkalender gestrichen wurde. F1-Sprecher: "2027 werden wir dort kein Rennen austragen" Kommt es nun also tatsächlich zu einer Rückkehr auf den Buddh International Circuit? Trotz Mandaviyas Vorstoß scheint dieses Szenario aktuell unwahrscheinlich. Denn die Pläne der Rennserie sehen das offenbar nicht vor. "Indien ist zwar mit seiner unglaublich leidenschaftlichen Fangemeinde ein wertvoller Markt für das weitere Wachstum der Formel 1, doch 2027 werden wir dort kein Rennen austragen", sagte ein Formel-1-Sprecher angesprochen auf Mandaviyas Aussagen der britischen Zeitung "The Independet". Der Grund: "Das Interesse an der Ausrichtung von Formel-1-Rennen war noch nie so groß wie heute, und die Plätze im Rennkalender sind begrenzt", so der Sprecher. Noch ist der offizielle Rennkalender für die Saison 2027 nicht festgezurrt. Fest steht aber bereits, dass die Strecke im niederländischen Zandvoort dann nicht mehr dabei sein wird. Barcelona ist 2027 auch nicht mehr dabei, wechselt sich künftig mit der Rennstrecke in Spa-Francorchamps ab. 2028 wird also wieder in Katalonien gefahren. Zurückkehren wird 2027 zudem das Rennen in Portimão (Portugal). Mandaviya: "Noch sechs Monate, bis die Modalitäten geklärt sind" Mandaviya behauptet derweil, dass die Gespräche um eine Rückkehr der Formel 1 nach Indien "noch im Gange" seien. "Es wird noch weitere sechs Monate dauern, bis die Modalitäten geklärt sind", sagte er. "Die Regierung wird dabei helfen, die Steuererleichterungen zu erwirken, die zum Streitpunkt geworden waren, damit es für die Veranstalter ein rentables Unterfangen wird." Geplant sei vorher auch noch ein MotoGP-Rennen. "Der Verband der indischen Motorsportclubs (FMSCI) befindet sich derzeit in Gesprächen mit der Formel 1, und wir werden dabei als Vermittler fungieren", erklärte Mandaviya.