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Mexikos Marine sucht nach zwei vermissten Booten der Hilfsflotte für Kuba

Stern 

Die mexikanische Marine sucht nach eigenen Angaben nach zwei Booten einer internationalen Hilfsflotte für Kuba. Es habe "weder Kommunikation noch eine Bestätigung ihrer Ankunft" in Kubas Hauptstadt Havanna gegeben, erklärte die mexikanische Marine am Donnerstag (Ortszeit) mit Blick auf die vermissten Boote. Kuba erlebt derzeit eine schlimme Wirtschaftskrise, die durch eine US-Blockade der Öllieferungen aus Venezuela verschärft wird.   

Die Boote mit neun Besatzungsmitgliedern unterschiedlicher Nationalitäten und humanitären Hilfsgütern an Bord waren der mexikanischen Marine zufolge am vergangenen Freitag von der südostmexikanischen Insel Isla Mujeres ausgelaufen und hätten am Dienstag oder Mittwoch dieser Woche in Havanna eintreffen sollen. Marinekommandos würden nun die Route absuchen, teilte die mexikanische Armee weiter mit. 

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel zeigte sich "tief besorgt" über den Verbleib der Schiffe. "Von unserer Seite aus unternehmen wir alles, was in unserer Macht steht, um unsere Mitstreiter zu suchen und zu retten", erklärte er im Onlinedienst X. 

Am Dienstag hatte das erste Boot der internationalen Hilfsflotte Havanna erreicht. Das Boot war von den Aktivisten symbolisch in "Granma 2.0" umbenannt worden - in Erinnerung an das Schiff, mit dem Fidel Castro und seine Guerillakämpfer 1956 in Kuba landeten und ihre Revolution starteten. An Bord des Bootes waren nach Angaben der Organisatoren "dringend benötigte Lebensmittel, Medikamente, medizinische Hilfsgüter und lebensnotwendige Güter".

Zuvor waren bereits erste Hilfsgüter auf dem Luftweg aus Europa und den USA in Kuba eingetroffen. 

Organisiert wurde die Flotte von einem Zusammenschluss von Gewerkschaften, Hilfsorganisationen, Parlamentsabgeordneten und Aktivisten aus verschiedenen Ländern. Vorbild ist die Gaza-Hilfsflotte, die im vergangenen Jahr versucht hatte, die israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen - aber vom israelischen Militär abgefangen wurde.

In Kuba hatte sich die wirtschaftliche Not zuletzt durch den Stopp von Öllieferungen infolge der US-Intervention in Venezuela verschärft. US-Präsident Donald Trump ließ nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar Venezuelas Öllieferungen an Kuba einstellen. Anderen Staaten, die Erdöl an den Karibikstaat liefern, drohte er mit zusätzlichen US-Zöllen. 

Trump hatte zuletzt den Druck auf Kuba immer weiter erhöht. In der vergangenen Woche drohte er, den Karibikstaat zu "übernehmen".

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