Die Grünen bleiben stärkste Kraft in Baden-Württemberg, büßen aber auch massiv Stimmen ein. Eine Partei profitiert ganz besonders. Wer hat bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg neue Stimmen gewonnen – und woher kommen sie? Eine Analyse der Wählerwanderung zeigt deutliche Verschiebungen zwischen den Parteien. Hier ein Überblick: Die Grünen bleiben bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg stärkste Kraft ( hier lesen Sie das vorläufige Endergebnis ) – müssen aber deutliche Verluste an andere Parteien hinnehmen. Besonders die CDU profitiert: 165.000 frühere Grünen-Wähler wechselten zur Union , weitere 35.000 zur AfD . Das zeigt die Analyse der Wählerwanderung des Instituts infratest dimap für die ARD (Stand: Sonntag, 8. März, 23.29 Uhr). Woher die neuen Grünen-Wähler kommen Trotz dieser Abgänge kann die Partei von Spitzenkandidat Cem Özdemir ihre Basis ausbauen. Der größte Zugewinn kam aus dem Lager der SPD . 100.000 frühere SPD-Wähler gaben dieses Mal den Grünen ihre Stimme. Weitere Wechselbewegungen: 70.000 bisherige Nichtwähler 10.000 von der Linken 10.000 von der FDP Damit gleichen die Grünen ihre Verluste an CDU und AfD teilweise wieder aus. AfD gewinnt aus allen Lagern Die AfD konnte bei dieser Wahl aus nahezu allen politischen Lagern Stimmen hinzugewinnen . Besonders stark fällt der Zustrom ehemaliger Nichtwähler aus: 190.000 Menschen , die zuvor nicht abgestimmt hatten, entschieden sich dieses Mal für die Partei. Auch aus anderen Parteien wechselten Wähler zur AfD: 80.000 von der CDU 65.000 von der FDP 35.000 von der SPD 35.000 von den Grünen 10.000 von der Linken CDU profitiert von Grünen und FDP Besonders stark profitiert die CDU von Wechselwählern. Besonders deutlich fällt der Zustrom von früheren Grünen-Wählern aus: 165.000 Stimmen wechselten zur Union. Weitere Zugewinne kamen aus mehreren Lagern: 145.000 von der FDP 60.000 von der SPD 130.000 von bisherigen Nichtwählern Gleichzeitig verlor die CDU 80.000 Wähler an die AfD . Linke gewinnt nur wenige neue Stimmen Für die Linke zeigt die Analyse deutlich geringere Bewegungen. Die Partei gewann 10.000 Stimmen von bisherigen Nichtwählern , verlor jedoch 10.000 Wähler an die AfD . FDP: Wohin die Stimmen gingen Die FDP hat laut Wählerwanderung vor allem Stimmen an CDU und AfD verloren : 145.000 wechselten zur CDU 65.000 zur AfD 10.000 zu den Grünen Damit verlor die FDP insgesamt mindestens 220.000 Wähler an andere Parteien.