Vor wenigen Tagen beging Libyen den zehnten Jahrestag des Aufstands gegen den getöteten langjährigen Machthaber Muammar al-Gaddafi. Im nach wie vor zerrissenen nordafrikanischen Land herrscht derzeit eine fragile Waffenruhe zwischen den Kräften des abtrünnigen Generals Khalifa Haftar und der sogenannten Einheitsregierung in Tripolis. Das Bürgerkriegsland ist mit einem Waffenembargo belegt, das im Rahmen der EU-Mission „Irini“ überwacht wird. Die Vereinten Nationen beklagen allerdings seit Jahren, dass es immer wieder zu Brüchen dieses Embargos komme und ausländische Mächte „Stellvertreterkriege“ in Libyen führten. Nun listet ein UNO-Bericht schwere Vorwürfe gegen den Gründer der ehemaligen US-Militärfirma Blackwater, Erik Prince, auf. Dieser soll eine Söldner-Operation mit dem Ziel geplant haben, die Regierung in Tripolis zu stürzen.