Nachrichten aus Deutschland: Nachbarn drehten durch: Katzen stellen Laptop-Musik auf volle Lautstärke an – Polizeieinsatz
Iserlohn: Katzen lösen Polizeieinsatz aus
Ein Katze hat im nordrhein-westfälischen Iserlohn womöglich einen Polizeieinsatz wegen überlauter Musik in einer Wohnung ausgelöst. Anwohner beschwerten sich am Samstagabend über extrem laute Musik in dem Haus, wie die Polizei am Montag mitteilte. In der betreffenden Wohnung stießen die Polizisten aber nur auf einige Katzen - und auf einen Laptop, von dem die laute Musik kam.
Wenig später kam die Bewohnerin nach Hause und versicherte, sie habe die Musik vor dem Verlassen der Wohnung abgestellt. Womit alles auf eine technisch versierte Katze als "Täterin" hindeutete: "Möglicherweise hat eine Samtpfote auf der Tastatur des Laptops die Endlosschleife in voller Lautstärke ausgelöst", hieß es im Polizeibericht.
Quelle: AFP
Offenbach: Martinshorn von Spielzeug-Polizeiauto schreckt Einbrecher ab
Im hessischen Heusenstamm hat ein Einbrecher wegen der Sirene eines Spielzeug-Polizeiautos die Flucht ergriffen. Wie die Polizei am Montag in Offenbach mitteilte, bemerkte der Besitzer einer Wohnung in der Nacht zum Samstag verdächtige Geräusche an seiner Eingangstür und aktivierte dahinter das Martinshorn des Modellautos.
Das Geräusch schreckte den unbekannten Täter nach Angaben der Beamten offenbar ab. Er brach den Einbruchsversuch ab und ergriff mutmaßlich mit einem Komplizen in einen Auto die Flucht. Die Kriminalpolizei ermittelt nun in dem Fall.
Quelle: AFP
Freiburg: Lautstarke Ansprache von Mutter löst Polizeieinsatz aus
Die lautstarke Ansprache einer Mutter an ihr schlafunwilliges Kind hat im baden-württembergischen Lörrach einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Nachbar wählte in der Nacht zum Montag den Notruf, weil er laute Schreie eines Kinds und einer Frau hörte, wie die Polizei in Freiburg mitteilte.
Vor Ort habe sich dann aber schnell aufgeklärt, dass der sechs Jahre alte Sohn nicht ins Bett wollte. Das ließ die Mutter laut werden, was wiederum den Sohn zum Schreien veranlasste.
Quelle: AFP
Leipzig: Sprayer stoppen Straßenbahn, um sie zu besprühen
Eine Gruppe von etwa 30 Leuten hat in Leipzig eine Straßenbahn gestoppt und mit Graffiti besprüht. Wie die Polizei am Montag weiter mitteilte, stellten sich am Sonntagabend mehrere Menschen im Stadtteil Connewitz auf die Gleise und zwangen den Fahrer zum Anhalten. Dann besprühte die Gruppe laut Polizei die Bahn mit blauer Farbe. Als die vom Fahrer alarmierten Polizeibeamten eintrafen, hätten die Täter die Streifenwagen mit Feuerwerkskörpern beworfen und seien unerkannt geflüchtet. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand. Die Schadenshöhe sei noch unklar. Wie die Behörde mitteilte, laufen gegen die Täter Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Nötigung im Straßenverkehr.
Quelle: DPA
Bernsdorf: Polizeihubschrauber findet Vermisste dank Rollator-Spur
Die Spur eines Rollators auf einem Sandhügel hat der Polizei in Sachsen die richtige Richtung gewiesen. Vier Stunden nach der Entdeckung dieser Spur fand eine Hubschrauberbesatzung am Montag in Bernsdorf eine seit Sonntag vermisste 82-Jährige. Die Seniorin sei am Morgen unterkühlt, aber unverletzt zu ihren Angehörigen gebracht worden, teilte die Polizei mit. Zuvor hatten Einsatzkräfte mit Polizeihunden, Nachtsichtgeräten und freiwilligen Helfern die ganze Nacht nach der Frau gesucht, die mit ihrem Rollator aus einem Altenheim verschwunden war.
Quelle: DPA
Heinsberg: Rollstuhlfahrer stirbt bei Kollision mit Auto
Bei einem Zusammenstoß mit einem Auto ist am Montag im nordrhein-westfälischen Gangelt ein Rollstuhlfahrer getötet worden. Der 67-jährige Autofahrer übersah den 65-jährigen Mann im Rollstuhl in den Morgenstunden womöglich wegen der tiefstehenden Sonne auf einer Straße, wie die Polizei in Heinsberg mitteilte.
Der Rollstuhlfahrer erlag seinen schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle. Der Autofahrer erlitt einen Schock und musste ärztlich behandelt werden.
Quelle: AFP
Breitenau: 26-Jähriger wechselt Nummernschilder vor Augen der Bundespolizei
Vor den Augen von Polizisten hat ein 26-Jähriger unerlaubt das Kennzeichen eines Autos gewechselt. Wie die Bundespolizei am Montag mitteilte, montierte der Mann am Sonntag auf einem Rastplatz an der Autobahn 17 bei Breitenau in Sachsen niederländische Nummernschilder ab. Er ersetzte sie durch tschechische.
Die Bundespolizisten stellten bei einer Kontrolle fest, dass der 26-Jährige ohne Führerschein unterwegs war. Die niederländischen Kennzeichen seien ursprünglich für das Auto ausgegeben worden. Allerdings sei es bereits im April abgemeldet worden. Die tschechischen Kennzeichen waren laut Polizei seit September zur Fahndung ausgeschrieben. Bei einer Durchsuchung des Autos fanden die Ermittler weitere Nummernschilder aus Lettland und Polen. Der 26-Jährige wurde festgenommen.
Quelle: DPA
Moers: Frau soll auf schlafenden Partner eingestochen haben
In Moers (NRW) soll eine 61 Jahre alte Frau am Samstagvormittag mit einem Messer auf ihren schlafenden Lebensgefährten eingestochen haben. Der 56-Jährige sei bei dem Angriff schwer verletzt worden, schwebe aber nicht in Lebensgefahr, teilte die Polizei am Montagmittag mit.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll die Frau unter einer psychischen Erkrankung leiden. Sie wurde am Wochenende wegen Verdachts des versuchten Mordes einem Haftrichter vorgeführt, der die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus anordnete.
Quelle:Polizei Duisburg
Dortmund: Unbekannte werfen Brandsätze auf Moschee
Zwei Unbekannte haben zwei Flaschen mit einer brennenden Flüssigkeit auf eine Moschee in Dortmund geworfen und das Gebäude leicht beschädigt. Ein Brandsatz zerbrach in der Nacht zu Montag an der Fassade, der zweite auf dem Boden vor der Moschee, berichtete die Polizei. Beide entzündeten sich. Als die Beamten eintrafen, war das Feuer bereits erloschen. An einem Fenster und einem Teil der Fassade sei geringer Sachschaden entstanden. Der Staatsschutz der Polizei prüfe, ob die Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien Hintergrund der Tat sei, sagte ein Sprecher.
Bei dem betroffenen Gebäude handelt sich um eine Moschee der Türkisch-Islamischen Union Ditib im Norden Dortmunds. Die Ermittler suchen nun Zeugen. Die beiden Täter waren geflüchtet, nachdem ihr Versuch scheiterte, eine dritte Flasche zu werfen.
Die Polizei stehe in engem Kontakt zu der betroffenen Gemeinde und richte "besondere Aufmerksamkeit" auf die Moscheen, betonte Polizeipräsident Gregor Lange laut Mitteilung. "Wir werden als Polizei alles tun, was möglich ist, um die Gemeinden zu schützen."
Quelle: DPA
Gera: Prozessauftakt um Mord an Rentnerin - Angeklagter schweigt
Im Mordprozess um den Tod einer 87-Jährigen in Jena in Thüringen hat der Angeklagte am Montag zur Tat geschwiegen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 24-Jährigen vor, seine Nachbarin aus Habgier getötet zu haben, um sich Zugriff auf ihr Vermögen zu verschaffen. Er habe "mit massiver stumpfer Gewalt" auf Kopf, Hals, Brustkorb, Arme und Beine der Rentnerin eingewirkt und sie mit einem Stich verletzt, sagte Oberstaatsanwalt Horst Sauerbaum zu Prozessbeginn am Landgericht Gera. Daraufhin sei die Seniorin erstickt. Im Anschluss soll der Afghane versucht haben, mit einer gefälschten Überweisung an 7000 Euro vom Konto der Frau zu gelangen.
Polizisten fanden die Leiche der 87-Jährigen in einem Koffer im Keller ihres Wohnhauses. Nach Angaben des Gerichts war der Mann 2011 als unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland gekommen. Zunächst habe er in einem Kinderheim gelebt, später in dem Mehrfamilienhaus, wo ihn die Nachbarin hin und wieder mit Geldbeträgen unterstützt haben soll. Nach dem Fund der Leiche war der Angeklagte per Handy in Erfurt geortet und schließlich festgenommen worden. Derzeit hat die 1. Strafkammer des Landgerichts 15 weitere Verhandlungstage bis 10. Januar 2020 anberaumt.
Quelle: DPA
Erfurt: Polizei erwischt Pfandflaschendiebe auf frischer Tat
Im thüringischen Erfurt hat die Polizei am späten Sonntagabend zwei Pfandflaschendiebe auf frischer Tat ertappt. Demnach erwischte eine Streifenwagenbesatzung die beiden 20-jährigen Männer in der Nähe des Thüringen Parks, wo sie zuvor in das Lager einer Handelskette eingebrochen waren und dort mehr als 600 Pfandflaschen und -dosen entwendet hatten. Wie die Beamten am Montag mitteilten, hatten die Tatverdächtigen vor ihrer Ergreifung bereits einen Teil ihrer Beute bei einer nahe gelegenen Tankstelle zu Geld gemacht. Die anderen Flaschen und Dosen standen demnach zur Mitnahme bereit.
Weil einer der beiden Männer in den vergangenen Wochen mehrfach beim Diebstahl von Leergut aufgefallen war, wurde er vorläufig festgenommen. Der andere 20-Jährige kam noch vor Ort wieder auf freien Fuß.
Quelle:Polizei Thüringen
© Christian Mathiesen
Bielefeld: Familie verunglückt nach Hochzeit
Kurz vor dem Unfall feierten sie noch eine Hochzeit, dann ist eines der Kinder tot: Auf dem Rückweg von einer kurdischen Hochzeitsfeier ist in Bielefeld ein 16-Jähriger bei einem Autounfall gestorben. Der Jugendliche aus Lüdenscheid saß mit seiner Familie in einem Siebensitzer, wie ein Polizeisprecher sagte.
Kurz vor Mitternacht sei der Wagen in der Innenstadt von der regennassen Straße abgekommen und frontal in eine Mauer gekracht. Der Jugendliche starb. Ob er auf dem Beifahrersitz saß, war unklar. Drei weitere Kinder im Alter von 13 bis 16 Jahren sowie drei Erwachsene wurden teils lebensgefährlich verletzt, darunter auch die Eltern des getöteten 16-Jährigen.
Die Unfallursache war zunächst nicht geklärt. Fest stand, dass es sich bei den Insassen um eine Familie handelte, wie der Sprecher sagte. In welchem Verhältnis die Insassen zu dem Hochzeitspaar standen, war zunächst unklar. Die Polizei gehe nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass kein weiteres Auto an dem Unfall beteiligt war. Es sei auch kein Hochzeitskorso gewesen, sagte der Sprecher.
Womöglich habe die Nässe auf der Fahrbahn zu dem Unfall geführt. "Es hat den ganzen Tag geregnet", sagte der Sprecher. Ob der 35 Jahre alte Fahrer zu schnell gefahren war, müssten die Ermittlungen zeigen. "Aber auch dem gehen wir nach", sagte der Sprecher. Die Ermittlungen dauerten am frühen Morgen noch an.
Quelle: DPA
Ludorf/Boek: Mann meldet Jacht gestohlen: Schiff treibt führungslos auf See
Eine verschwundene Luxusjacht hat am Wochenende für viel Aufregung in Mecklenburg-Vorpommern an der Müritz gesorgt. Wie ein Polizeisprecher am Montag in Waren erklärte, hatte der Mann das Zwölf-Meter-Schiff mit sieben Tonnen Gewicht am Samstag "gestohlen" gemeldet, weil es am Westufer des riesigen Binnensees aus einem Hafen verschwunden war. Dort hatte der 51-Jährige es am Freitag demnach "fest vertäut". Der Wert wurde mit rund 120.000 Euro angegeben.
Stunden nach der Anzeige meldete ein anderer Bootsbesitzer eine herrenlose Jacht, die etwa fünf Kilometer nordöstlich bei Boek am Müritz-Ostufer auf einer Sandbank steckte. Es war die gesuchte Jacht. Die Polizei untersucht nun, ob jemand die Leinen gelöst hat oder das Schiff nicht sicher festgemacht war. Dabei hatte der Eigner Glück: Die Jacht war an einem Sperrgebiet bei Boek/Rechlin vorbeigetrieben, in dem Blindgänger liegen. Dort war 1945 eine große Erprobungsstelle der NS-Luftwaffe bombardiert worden.
Quelle: DPA
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