Добавить новость


World News


Новости сегодня

Новости от TheMoneytizer

Heidelberger Projekt "SchwuPs": Trotz kleiner Kinder raus aus der Arbeitslosigkeit

Von Werner Popanda

Heidelberg. Selten war der Hinweis, dass ein Projekt noch in den Kinderschuhen steckt, angebrachter als bei dem, das Bürgermeister Wolfgang Erichson auf seiner Sommertour durch die Stadtteile besuchte. Denn das Projekt "SchwuPs: Schwanger und berufliche Perspektiven schaffen" ist gerade einmal drei Monate jung.

Im Fokus von "SchwuPs", das vom SRH-Berufsbildungswerk Neckargemünd getragen und von der Stadt und dem Jobcenter Heidelberg mit jeweils 30.000 Euro bezuschusst wird, stehen werdende Mütter ab etwa acht Wochen vor dem Beginn der Mutterschutzfrist sowie Erziehende mit Kleinkindern unter drei Jahren. Sie alle befinden sich im Leistungsbezug des Jobcenters.

Je nach Bedarf sollen die Projektteilnehmerinnen über ein Jahr hinweg aber nicht nur individuell beim Einstieg in die Elternrolle begleitet werden. Sondern obendrein auch dabei unterstützt werden, ihr Leben selbstständig zu gestalten und mittelfristig nach der Elternzeit auch ohne Hilfeleistungen auszukommen.

Eben diese "Hilfe zur Selbsthilfe" ist für Gertrud Brich, stellvertretende Leiterin des städtischen Amts für Chancengleichheit, sehr wichtig. Denn nach diesem einem Jahr "sollen die Frauen eigene Wege gehen und ihre eigenen Netzwerke nutzen können". Allerdings ziele "SchwuPs" nicht darauf ab, in Ausbildung und Arbeit zu vermitteln, sondern darauf, Berufswege zu planen. Deshalb stehe auch der "harte Indikator" Vermittlung in Arbeit nicht im Vordergrund. Dem stimmte Erichson zu: "Arbeitslosigkeit soll sich nicht verfestigen." Folglich müsse der Kontakt zu Frauen, die Leistungen des Jobcenters beziehen, "viel, viel früher" gesucht und gefunden werden. Und zwar stets mit dem Anliegen, "sie wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren".

"Wenn es einem Kind gut geht, geht es auch der Mutter gut, und dann kann man wieder an den Arbeitsmarkt denken", erklärte Cornelia Honig vom SRH-Berufsbildungswerk, die "SchwuPs" leitet. In der Tat wolle man mit diesem Projekt "früher ansetzen und präventiver arbeiten". Für sie ist mittlerweile klar, dass das Projekt "wächst und gedeiht und eine sehr erfolgreiche Maßnahme ist". Sie sei sogar erstaunt, was in den bisherigen drei Monaten "schon alles passiert ist, welche Frauen zu uns kommen und wie groß der Bedarf ist".

Aus ihrer Sicht sind das Ergebnisse, an die "wir in der nächsten Zeit anknüpfen können". Die Zahlen dazu lieferte Sonja Frohoff, die gemeinsam mit Lisa Brech in der "SchwuPs"-Anlaufstelle in Rohrbach-Süd zu Werk geht. Demnach seien 30 Prozent der Frauen unter 25 Jahre alt und 70 Prozent älter als 25. Je 40 Prozent hätten ein Kind oder mindestens drei Kinder und 20 Prozent zwei Sprösslinge. Alles in allem hätten sich 59 Frauen für das Angebot interessiert, 33 befänden sich aktuell in der "Pipeline", sprich: sie stehen auf der Warteliste, und zehn Frauen nähmen aktiv an "SchwuPs" teil.

Zu den Auserwählten gehört auch Anne-Marie Blechschmidt, deren Kinder drei und vier Jahre alt sind. Sie kam nun zu dem Schluss, dass "einem hier mega unter die Arme gegriffen wird". Sie fühle sich richtig wohl, wozu jedoch auch beigetragen haben könnte, dass sie ab September eine Ausbildung zur Krankenpflegerin in Aussicht hat.

Bereits gelernte Krankenschwester ist Gabriele Lauber, die zu der Stippvisite von Bürgermeister Erichson ihre sieben Monate jungen Zwillinge Younis und Amir und damit zwei ihrer fünf Kinder mitgebracht hat. Seit April ist sie bei "SchwuPs" mit von der Partie, "ganz toll" findet sie, dass sie sich seitdem "auf berufliche und andere Themen konzentrieren" könne.

Dabei habe es, gestand sie, durchaus ein "gewisses Misstrauen gegen das Jobcenter" gegeben. Außerdem sei es "schwierig, einen Überblick über das Angebot der Stadt zu erhalten". Und nicht zuletzt müsse man dank "SchwuPs", das für sie eine "Vertrauensbasis" darstellt, "nicht immer wieder die eigene Geschichte aufs Neue erzählen". Für Frohoff ist klar, dass die fünffache Mutter im Grunde "keinen Erziehungsbeistand" benötige, sondern "Entlastung in der Organisation des Alltags in Form von Manpower".

Erichson lobte letzten Endes sowohl den "Mehrwert", der durch die "Lotsenfunktion" von "SchwuPs" entstehe, als auch, dass die "teilnehmenden Alleinerziehenden die Möglichkeit erhalten, die Erziehungszeit optimal für ihre Berufswegeplanung zu nutzen". Weshalb er sich sehr gut vorstellen kann, dass das "SchwuPs"-Projekt in Zukunft ausgebaut wird.

Читайте на сайте


Smi24.net — ежеминутные новости с ежедневным архивом. Только у нас — все главные новости дня без политической цензуры. Абсолютно все точки зрения, трезвая аналитика, цивилизованные споры и обсуждения без взаимных обвинений и оскорблений. Помните, что не у всех точка зрения совпадает с Вашей. Уважайте мнение других, даже если Вы отстаиваете свой взгляд и свою позицию. Мы не навязываем Вам своё видение, мы даём Вам срез событий дня без цензуры и без купюр. Новости, какие они есть —онлайн с поминутным архивом по всем городам и регионам России, Украины, Белоруссии и Абхазии. Smi24.net — живые новости в живом эфире! Быстрый поиск от Smi24.net — это не только возможность первым узнать, но и преимущество сообщить срочные новости мгновенно на любом языке мира и быть услышанным тут же. В любую минуту Вы можете добавить свою новость - здесь.




Новости от наших партнёров в Вашем городе

Ria.city
Музыкальные новости
Новости России
Экология в России и мире
Спорт в России и мире
Moscow.media










Топ новостей на этот час

Rss.plus