Trainingslager in Windischgarsten: Bei 1899 Hoffenheim gibt es nichts Neues von Joelinton und Amiri
Windischgarsten. (RNZ) Die TSG 1899 Hoffenheim weilt derzeit im Trainingslager in Windischgarsten in Österreich, um sich auf die neue Saison vorzubereiten. Unser Sportreporter Niko Beck ist vor Ort. Die aktuellen Entwicklungen finden Sie immer aktualisiert hier:
> Montag, 22. Juli: Für die TSG Hoffenheim hat am Montagvormittag bereits die "zweite Halbzeit" des Trainingslagers im österreichischen Windischgarsten begonnen. 23 Feldspieler arbeiteten rund anderthalb Stunden im Luftkurort am Feinschliff für die neue Saison.
Verzichten musste der neue Chefcoach Alfred Schreuder auf Leo Bittencourt, den Adduktorenprobleme plagen und Justin Hoogma (Schlag auf die Wade). Noch gar nicht am Ball waren in Oberösterreich Andrej Kramaric (Knieprobleme) sowie Philipp Ochs, der am vergangenen Mittwoch im Testspiel gegen den Zweitligisten Jahn Regensburg einen "Pferdekuss" erlitten hatte.
Ishak Belfodil absolvierte am Montag abermals mit bandagiertem Knie eine individuelle Einheit. Für das Abschlussspiel elf gegen elf erhielten die aktiven Profis viel Lob von Schreuder: "Beide Mannschaften sehr gut, super", rief der Niederländer.
Zuvor war allerdings mehr als deutlich geworden, dass Schreuder auch andere Töne anschlagen kann. "Von der Philosophie sind sie schon sehr ähnlich", zog Lukas Rupp den Vergleich zwischen Schreuder und Vorgänger Julian Nagelsmann. "In der Ansprache unterscheiden sie sich aber durchaus ein bisschen", erzählte der Weinheimer, der seine lange Leidenszeit nach einem Kreuzbandriss im Mai 2018 endlich überwunden hat.
Für den 28-Jährigen kommt der Neustart unter Schreuder zur rechten Zeit. Gegen welche Konkurrenten er sich im Kampf um einen Stammplatz im TSG-Mittelfeld durchsetzen muss, ist noch offen.
Nadiem Amiri, frischgebackener U21-Vizeeuropameister, gab ungeachtet der Wechselgerüchte Richtung Leverkusen Vollgas.
Auch von Stürmer Joelinton gab es am Montagvormittag keine Neuigkeiten. Der Brasilianer befindet sich nach wie vor in konkreten Verhandlungen mit einem Klub aus England. Der vermeintliche Rekordtransfer zu Newcastle United soll auf der Zielgeraden sein, ist bislang aber immer noch nicht vollzogen.
> Sonntag, 21. Juli: Abwehrchef Kevin Vogt hat eine positive Zwischenbilanz des Trainingslagers in Windischgarsten gezogen. "Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut. Wir hatten bislang sehr intensive Einheiten und das wird, so wie ich Alfred kenne, auch so bleiben", sagte der 27-Jährige in einem Interview auf der Homepage des Fußball-Bundesligisten mit Blick auf den neuen Cheftrainer Alfred Schreuder.
Vogt räumte ein, dass die Kraichgauer in der Defensive etwas tun müssen. In der vergangenen Saison stellte die TSG mit 70 Treffern zwar die drittbeste Offensive in der Liga, kassierte allerdings auch 52 Gegentore. "Wir sind eine Mannschaft, die für attraktiven Fußball steht. Wir müssen eine Balance zwischen Offensive und Defensive finden. Wenn wir das hinkriegen, sehe ich eine positive Zukunft für uns", sagte Vogt. Grundsätzlich mache das Team "einen super Eindruck", auch die Neuzugänge würden sich gut machen.
Allerdings hat Hoffenheim in Nico Schulz (zu Borussia Dortmund) und Kerem Demirbay (Bayer Leverkusen) zwei Nationalspieler verloren. Zudem steht Stürmer Joelinton auf dem Absprung nach England und U21-Vize-Europameister Nadiem Amiri ist in Leverkusen im Gespräch.
Das Team des Niederländers Schreuder, dem Nachfolger von Julian Nagelsmann (zu RB Leipzig), bestreitet am Donnerstag (17 Uhr) in Bad Wimsheim-Neydharting einen Doppeltest gegen Hellas Verona und den türkischen Erstligisten Trabzonspor, bevor es am Freitag nach Hause geht.