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Vereine, Musik, Kritik, Sicherheit: Das ist das Sinsheimer Stadtfest

Von Christian Beck

Sinsheim. Wenn um Mitternacht ausgelassen in den Gassen gefeiert wird, ist Stadtfest-Zeit. Vieles wusste zu gefallen: Reichlich Musik, engagierte Vereine, Wetterglück am Samstag: Das Unwetter am Abend, das in manchen Stadtteilen Bäume umstürzen und Dachziegel herunterfallen ließ, beschränkte sich in der Kernstadt auf einen kurzen Regenschauer. Doch wer genauer nachfragte, hörte auch kritische Töne.

> Die Vereine sind so etwas wie die Seele des Stadtfests. In vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit sorgen sie für Speis und Trank sowie gute Stimmung. Dafür packen dann viele mit an: Bei der Feuerwehr helfen schon die Jüngsten beim Abräumen, darunter der zehnjährige Niko und Fabian, elf Jahre alt. Bei der DLRG produzieren 15 Mitglieder Pizzen und Flammkuchen im Akkord, Vorsitzender Jürgen Bender hat am Samstagabend bereits 70 Kilogramm Mehl für den Teig verarbeitet. Wer Hunger hat, ist bei der Feuerwehr und den Lebensrettern gut aufgehoben, der SV hat mit Spanferkel etwas Deftiges im Angebot, weitere Vereine ebenfalls - dementsprechend bilden sich lange Schlangen. Manche Stadtfest-Besucher wünschten sich allerdings, dass an weiteren Ständen Essen angeboten wird. Einige Vereine beschränkten sich zumindest am Samstag auf Getränke.

> Fürs erste Bier hatten zwei Ruheständler gesorgt: Oberbürgermeister Jörg Albrecht hatte seine Vorgänger Dr. Horst Sieber und Rolf Geinert für den Fassanstich reaktiviert. Geinert, nach eigener Aussage "völlig aus der Übung" reichte den Hammer an Sieber weiter, der sich amüsierte, dass er "auf die alten Tage noch was schaffen muss". Nach etlichen Hammerschlägen floss dann der Gerstensaft.

> Man sieht sich auf dem Stadtfest, selbst wenn man sich zuvor schon länger nicht mehr gesehen hat: Für viele Sinsheimer ist das neben dem Feiern ganz wichtig. Und so mancher Besucher kommt auch von weit her: David Lutterkort ist vor über 20 Jahren in die USA ausgewandert, doch im Sommer kommt er mit seiner Familie stets zurück, das Stadtfest ist immer dabei. "Sinsheim ist internationaler geworden, das ist sehr schön", findet er.

> Kritisch werden dagegen andere Veränderungen gesehen: Dieses Mal mussten die Elektrogeräte aller Vereine vorher überprüft werden. Kühlschrank, Lichterkette, jedes Verlängerungskabel, selbst wenn es nagelneu war. Und für jedes Gerät wurden fünf Euro fällig. So mancher Verein hat einen Elektriker in den eigenen Reihen und konnte sich das Geld so sparen, andere zahlten um die 200 Euro und waren darüber wenig erfreut. "Die Auflagen werden immer strenger", war ein Satz, der mehrfach mit genervtem Unterton geäußert wurde. So mancher Verein will deshalb darüber nachdenken, ob die Beteiligung an Festen noch machbar ist.

> Für viel Musik und Programm sorgten Vereine, Gruppen oder DJs. Auf der Musikschulbühne wurde an zwei Tagen viel geboten. Und auch an anderer Stelle gab es reichlich was auf die Ohren: Bei den Handballern des TV bebte ab Samstagabend der Platz rund um den "Wächter", in einer Nische bei der Buchhandlung Doll sorgte ein DJ für Partymusik und unterhielt vor allem junge Festbesucher. Die Lautstärke gefiel nicht jedem: Unterhaltungen waren dort schwer möglich. Und Manfred Stutz von der Stadtkapelle bemängelte, dass handgemachte Musik gegen Töne aus dem Lautsprecher keine Chance hätten. Im kommenden Jahr, das unter dem Stern der Heimattage und des Stadtjubiläums steht, wolle die Stadtkapelle nicht nur bei der Eröffnung, sondern auch auf dem Fest selbst spielen. "Die Noten gibt’s schon", freut sich Stutz.

> Wer hilft? Diese Frage stellen sich immer mehr Vereine. 110 Frauen und Männer packen bei den Handballern mit an, viele davon Jugendliche oder junge Erwachsene. Ein Kreativ-Team kümmert sich um die Gestaltung des Festbetriebs, dieses Mal haben sie sich Spitznamen und Aufkleber ausgedacht. Darauf ist Abteilungsleiter Michael Burkhardt "echt stolz". Doch das ist nicht überall so: "In jedem Verein gibt’s Personalmangel", berichtet Marvin Ebert von der Schützengesellschaft. Trotzdem mache das Engagement Spaß und der Verein profitiere davon, fügt Ebert hinzu und freut sich, dass so viele Besucher wie nie zuvor bei der SG Cocktails trinken. Doch wie er betonen viele: Die Arbeit wird auf immer weniger Schultern verteilt.

> Für kühles Nass in der Kehle sorgen viele Vereine, darunter auch die elf Mann vom "Round Table". Leider hat das kühle Nass von oben, ein heftiger Schauer kurz vor 20 Uhr, die Kasse außer Gefecht gesetzt. Doch die Männer lassen sich die Stimmung nicht verderben, schließlich ist alles für einen guten Zweck: Die Fest-Einnahmen werden gespendet, beispielsweise für Kinder.

> Krämermarkt, der Markt der schönen Dinge und Fahrgeschäfte ergänzten das Stadtfest. Doch bei Karussell und Autoscooter könnte sich auch so manches ändern, verrät Schausteller Willi Lowinger. Denn es gebe immer weniger seiner Zunft - auch den Schaustellern machten Auflagen zu schaffen, beispielsweise wenn es um die Arbeitszeit geht.

> Sicherheit und Sperrstunde sind Themen, die die Festbesucher kontrovers diskutieren: Ein Sicherheitsdienst drehte seine Runden, die Kosten dafür teilen sich die Vereine. Dafür blieb es wie an den vergangenen Stadtfesten relativ ruhig, vor einigen Jahren war dies noch anders. Das habe auch mit der Sperrstunde um zwei Uhr zu tun, betont der OB. Bei manchem Verein ist der Zapfenstreich nicht beliebt, da dadurch Einnahmen wegfielen. Albrecht hält die Zeit aber für einen guten Kompromiss: Bei Festen in anderen Städten herrsche deutlich früher Ruhe.

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