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Salierbrücke: Das Verkehrschaos nach der Sperrung blieb aus

Von Sebastian Blum

Speyer/Altlußheim. Der Busfahrer hatte keine andere Wahl. Um zur provisorischen Haltestelle "Altlußheim Luxhof" zu kommen, musste er dieses eine Mal bei Rot über die Ampel fahren - vor den Augen einer Polizeistreife. Kurz herrschte gestern Vormittag an der Auffahrt zur Salierbrücke auf badischer Seite Verwirrung, der Countdown lief. Ab kurz vor zehn Uhr fuhr dann kein privater Wagenhalter mehr über die Salierbrücke nach Speyer. Das bleibt für die nächsten zwei Jahre so.

Eine halbe Stunde später durfte ein letztes Fahrzeug mit Züricher Kennzeichen in umgekehrter Richtung über den Rhein. Die Fahrerin hatte die Sperre schon passiert, doch auf halbem Weg bremste sie ab und ließ das Fenster herunter: "Fahre ich hier denn richtig?" Man ließ sie noch gewähren. Dann lag das Bauwerk mit seiner maroden, abgesackten Fahrbahn und den rostigen Geländern wie ausgestorben da.

Die Ruhe währte nur kurz. Bereits gestern machten sich Bauarbeiter an den Pfeilern unterhalb der Fahrbahn zu schaffen. In den nächsten 26 Monaten saniert und modernisiert eine Heidelberger Firma unter Leitung des Regierungspräsidiums Karlsruhe die Salierbrücke - eine der wichtigsten Rheinquerungen zwischen Baden und Pfalz. Denn so, wie sie jetzt da steht, ist sie nicht mehr tragfähig. Das ergab eine Nachrechnung der Statik. Über 20.000 Fahrzeuge verkehrten täglich auf der B39 zwischen Altlußheim und Speyer. Das von vielen Seiten befürchtete Chaos blieb, abgesehen von kleinen Startschwierigkeiten, gestern Vormittag aus. Selbst an den Brückenzufahrten war der Verkehr vor allem eines: beinahe nicht vorhanden.

Nachdem beide Seiten gesperrt waren, fuhren nur noch orangefarbene Baustellenfahrzeuge hin und her, ab und an kutschierten die kleinen Shuttlebusse ein paar Fahrgäste, ein Rettungswagen samt Einsatzleiter rollte mit den zugelassenen 20 Stundenkilometern probeweise über die Brücke. Bauleiter Ralf Eckerle war hüben wie drüben zu sehen, stellte sich den vielen Kamerateams, beriet mit Kollegen das weitere Vorgehen. Was Eckerle bereits im Interview mit dieser Zeitung ankündigte, trat tatsächlich ein: "Die Leute sind ja nicht blöd", hatte er gesagt, und spätestens nach ein paar Tagen glaube auch der letzte Autofahrer, dass zwischen Baden und Pfalz nun entweder die A61 oder die B35 zur Verfügung steht. Auch über die Autobahn rollte der Verkehr gestern Mittag flüssig.

Chaotischer ging es am "Luxhof" zu. Baufahrzeuge rangierten neben umsteigenden Fahrgästen, Busse fuhren mal so, mal anders herum auf den engen Umstiegspunkt, an dem auch Baucontainer und Dixie-Toiletten aufgestellt sind. Die Busfahrer improvisierten ein Stück weit, stellten per Absprache und Sichtkontakt sicher, dass Fahrgäste der Linie 717 in einen der Shuttlesprinter und umgekehrt kamen. Die Sicherheitsbedenken, die sich an der Haltestelle ergeben, nahm ein Sprecher des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar (VRN) zur Kenntnis. Eine Stellungnahme des zuständigen Planers des Verkehrskonzepts blieb bis Redaktionsschluss aus.

Zwei Busfahrer monierten außerdem, dass sie nicht wüssten, wo sie Pause machen sollen. An der Ersatzhaltestelle gebe es nicht mal Sanitäranlagen. "Da gebe ich Ihnen recht, die brauchen Sie natürlich", sagte der VRN-Sprecher. Die Absprache zwischen Shuttle- und Linienbus auf Zuruf oder per Funk soll den Fahrgästen Wartezeiten ersparen. Die Busfahrer sorgen sich bei der Regelung um ihre Pausenzeit.

Eine Passantenbefragung ergab: Den Shuttle akzeptieren die Fahrgäste, auf die Umleitungen und verlängerten Fahrzeiten reagieren sie missmutig, nehmen sie aber in Kauf. Was die meisten stört, ist die Dauer der Maßnahme. 26 Monate sei "viel zu lang", "unzumutbar", oder "eine Katastrophe", wie Roland Gödel, Ex-Apotheker aus Dudenhofen, krass formulierte. "Ein Vierteljahr hätte man akzeptieren können, aber zwei Jahre sind einfach zu viel."

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