Eberbach: Beide Fußballvereine sollen zum 1. Juli verschmelzen
Von Peter Bayer
Eberbach. Während die Fußballer von SV und VfB Eberbach in der zweiten Jahreshälfte als SpG SVfB Eberbach gemeinsam auf Punktejagd gingen, waren die Vorstandsmitglieder der beiden Vereine nicht untätig. Im Spätherbst haben sie sich, wie geplant, des Fusionsthemas angenommen. "Wir streben die Verschmelzung der beiden Vereine zum 1. Juli 2019 an, wenn die Mitglieder es annehmen", sagt Christian Rochow, Vorsitzender des VfB Eberbach, und spricht damit auch im Namen von SVE-Vorsitzendem Ralf Bettinghausen.
Auf dem Weg dorthin sind im kommenden Jahr noch zwei außerordentliche Mitgliederversammlungen erforderlich. In der ersten soll der Verschmelzungsantrag zunächst vorgestellt werden, in der zweiten - "hoffentlich", so Rochow - abgesegnet und notariell beurkundet werden. Dann würden die Mitglieder beider Vereine in den neuen Verein übergehen und auf einer ordentlichen Mitgliederversammlung am 1. Juli die neue Vorstandschaft wählen.
Über einen Namen haben sich die Vorstandsmannschaften übrigens noch keine Gedanken gemacht. SVfB Eberbach wird er jedenfalls nicht heißen. "Kunstnamen sollen im Badischen Fußballverband künftig verboten werden", sagt Christian Rochow.
Doch so weit ist es noch nicht. Derzeit sind die Vorstandsmitglieder noch dabei, ihre "Hausaufgaben" zu machen. Es fanden einige Sitzungen im engsten Kreis (sieben Personen) statt, in denen sie sich unter anderem über das rechtliche Vorgehen informierten. Auch Vorabgespräche mit dem Fußballkreis Heidelberg haben bereits stattgefunden. Arbeitsgruppen wurden gebildet für die Bereiche Sport, Jugend, Vereinsheim, Festivitäten oder Strategie, die ersten Ergebnisse wurden intern auf zwei mehr als fünf Stunden dauernden Sitzungen am 17. November und 8. Dezember vorgestellt. Es werden noch einige folgen, die nächste bereits am 7. Januar.
"Es wird ein arbeitsreiches Frühjahr", sagt Rochow, doch sei man im Zeitplan. "Wir haben einen Vorteil, wir sind sportlich schon zusammengewachsen." Die wichtigste Entscheidung bislang war für ihn die, gemeinsam Mannschaften für den Spielbetrieb zu melden. "Fusionsgespräche führen während man sich als Konkurrent auf dem Platz gegenübersteht, das wäre nicht gegangen", ist er überzeugt. Dass die Entscheidung richtig war, zeige das große Interesse der Zuschauer. Zu den Heimspielen kämen im Schnitt deutlich über 200 Zuschauer. Auch sportlich läuft es bei der ersten Mannschaft gut, die in der A-Klasse auf einem Aufstiegsplatz steht. Sollte es mit dem Aufstieg in die Kreisliga klappen, dann müsste es auch mit der Fusion klappen. Denn als Spielgemeinschaft wie in dieser Saison dürfen sie eine Klasse höher nicht mehr spielen.
Bei einem Infofrühstück im Sportheim am Samstag, 10. Februar, sollen alle Fakten, etwa bezüglich Mitgliederstruktur oder Finanzen, in einem "Verschmelzungsbericht" auf dem Tisch liegen, alle Verantwortlichen den Mitgliedern Rede und Antwort stehen. Denn: "Jedes Mitglied hat das Recht, sich über die Situation im anderen Verein zu informieren", macht Rochow klar, dass auf dem Weg zur geplanten Verschmelzung größtmögliche Transparenz gegenüber den Mitgliedern angesagt ist. Schließlich sollen diese im Wissen um alle Fakten ihre Entscheidung treffen.
Dass die Aktiven zusammengerückt sind, zeigt sich auch an der gemeinsamen Winterfeier. Sie findet am Samstag, 12. Januar, um 19 Uhr in der Festhalle in Rockenau statt. "Nachdem sie jetzt ein halbes Jahr zusammengespielt haben, wollen wir sie nicht für eine Weihnachts- oder Winterfeier auseinanderreißen", begründet Christian Rochow die Entscheidung. Die gemeinsame Weihnachtsfeier der Jugend war bereits am 9. Dezember.
Info: Anmeldungen für die Winterfeier sind bis 6. Januar möglich per E-Mail an info@vfb-eberbach.de