SV Sandhausen: Wieder kein Sieg - Unentschieden gegen Fürth (Update)
Von Claus Weber
Sandhausen. Keine Frohe Weihnachten am Hardtwald. Auch im letzten Spiel des Jahres gelang dem SV Sandhausen nicht der erhoffte Befreiungsschlag. Das 0:0 am Freitagabend gegen die SpVgg Greuther Fürth ist zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Immerhin rückten die Kurpfälzer ein klein wenig nach oben. Mit ein bisschen Glück könnten sie auf dem 15. Rang, dem ersten Nichtabstiegsplatz, überwintern, aber auch – je nachdem wie die Konkurrenz spielt – auf den vorletzten Rang zurückfallen.
Entsprechend gedrückt war die Stimmung drei Tage vor Heilig Abend. „Wenn man hinten steht, fehlt einfach das Quäntchen Glück“, seufzte Stürmer Andrew Wooten. Eine Halbzeit lang sah es so aus, als könnte der von Trainer Uwe Koschinat erhoffte Neuanfang im ersten Rückrundenspiel gelingen. „Sandhausen hat in den ersten 45 Minuten alles gegeben, war richtig dominant und fußballerisch gut“, sagte Ronny Zimmermann, der Präsident des Badischen Fußball-Verbandes, „aber nach der Pause war das Spiel so wie das Wetter.“
Einen kleinen Trost hatte der Badische Fußballboss: „Im Dezember ist noch keiner Meister geworden und noch keiner abgestiegen.“
Soll heißen: Mit 13 Punkten aus 18 Spielen ist die Sandhäuser Bilanz zwar mies, aber die Chancen auf den Klassenverbleib sind weiter intakt. „Wir brauchen nun eine Serie“, lautet Koschinats Wunsch fürs neue Jahr.
Tröstlich auch: Seit drei Spielen haben die Kurpfälzer nun nicht mehr verloren. Und gestern Abend stand endlich auch mal wieder die Null.
Allerdings: Mit ein bisschen Pech wäre der Abend im totalen Frust geendet. Denn schon nach drei Minuten hätte Sandhausen in Rückstand geraten können. Doch Sebastian Ernst traf nach einem blitzschnellen Angriff der Franken nur den Pfosten. Danach aber war Sandhausen nah dran am Führungstreffer. Zuerst klärte Fürths Verteidiger Maximilian Bauer einen Schuss von Fabian Schleuser (13.), dann musste sich Torwart Sascha Burchert lang machen, um einen Distanzkracher von Emanuel Taffertshofer über die Latte zu lenken (18.).
Sandhausen drückte weiter, drängte die Gäste in deren Hälfte, doch erst kurz vor der Pause hatte Erik Zenga mit einem Seitfallzieher die nächste große Möglichkeit, die Burchert vereitelte. Die Gäste kamen dagegen selten vors Tor, waren dann allerdings nicht ungefährlich. So strich Mohrs Schuss aus der zweiten Reihe eine Minute vor der Pause nur um Zentimeter über das Gehäuse.
Schade, dass Sandhausen das Tempo der ersten 45 Minuten nicht auch in der zweiten Halbzeit auf den Platz brachte. Auch die frühen Auswechslungen der angeschlagenen Emanuel Taffertshofer und Philipp Förster machten sich negativ bemerkbar. So viele Kreative haben die Kurpfälzer nicht. Während auf der Anzeigetafel Werbung für Rückrunden-Dauerkarten gezeigt wurde, machten die Bemühungen der Gastgeber nicht unbedingt Appetit. Nur einmal noch brannte es im Fürther Strafraum, doch weder Vollmann noch Wooten brachten den Ball im Tor unter (85.).
Am Ende übermittelte Kyra Koschinat allen Zweiflern eine Frohe Botschaft. „Wir schaffen es“, erklärte die Frau des Trainers, „denn mein Mann leistet gute Arbeit.“
Sandhausen: Schuhen – Verlaat, Karl, Zhirov - Klingmann, Müller - Linsmayer, Taffertshofer (34. Zenga) - Förster (51. Vollmann) - Wooten, Schleusener (82. Behrens).
Greuther Fürth: Burchert – Sauer (55. Steininger), Magyar, Caligiuri, Bauer, Mohr (77. Jaeckel) – Gugganig – Reese (71. Atanga), Green, Ernst - Keita-Ruel.
Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück); Zuschauer: 4478.
Update: 21. Dezember 2018, 21.48 Uhr