Neubau im Gewerbegebiet Hohenaspen: ZG Raiffeisen zieht mit Technikbetrieb nach Rauenberg um
Rauenberg/Wiesloch. (seb) Der Standort Wiesloch ist "zu klein" geworden: Mit diesem Problem sieht sich die ZG Raiffeisen Karlsruhe konfrontiert. Sie ist aber in der glücklichen Lage, ihn erhalten zu können und in Rauenberg soll ab März 2019 ein Neubau für den Technikbetrieb entstehen, der dann von Wiesloch dorthin umzieht. Die frei werdende Fläche könnte zur Erweiterung des Wieslocher Raiffeisen-Markts genutzt werden, die Überlegungen hierzu befinden sich derzeit allerdings noch in der Planungsphase. Darüber informierten am gestrigen Mittwoch Raiffeisen-Geschäftsführer Martin Bauknecht und Harald Hörner, Regionalleiter Kraichgau, zuständig für Karlsruhe, Bruchsal, Heddesheim und Wiesloch/Rauenberg.
Insgesamt investiert das Unternehmen über zwei Millionen Euro am Standort Rauenberg. Im dortigen Gewerbegebiet Hohenaspen ist die ZG Raiffeisen-Gruppe bereits seit vielen Jahren als Baustoff-Fachhändler etabliert, besitzt direkt am Baucenter mit einer Gesamtfläche von 17.000 Quadratmetern ein geeignetes Erweiterungsareal. Dieser Umstand, die Nähe zu den Kunden und die hervorragende Verkehrsanbindung legten den Umzug des Technikbetriebs dorthin nahe. In Wiesloch herrscht einfach Platzmangel: "Es scheitert schon an der Durchfahrtshöhe", erläuterte Martin Bauknecht. "Für Profi-Landwirte mit ihren modernen Maschinen sind wir dort gar nicht mehr der richtige Ansprechpartner - der müssen wir aber wieder werden."
Das achtköpfige Technik-Team zieht also nach Rauenberg um, eine Aufstockung auf zwölf Mitarbeiter ist denkbar: "Wir streben ein Wachstum an", so Harald Hörner. Auf 450 Quadratmetern Werkstattfläche und 250 Quadratmetern Verkaufsfläche bietet sich nach der Fertigstellung voraussichtlich im Frühjahr 2020 die Infrastruktur, um das bekannte Produktportfolio für Land- und Forstwirtschaft, Garten- und Landschaftsbau sowie Kommunen mit ihren Bauhöfen anzubieten, ausreichend Ersatzteile vor Ort zu lagern sowie Reparaturen der großen Landmaschinen und Mähdrescher durchzuführen.
"Da ist einfach mehr Drehzahl möglich", so Bauknecht. Dabei geht es laut Harald Hörner aber auch um mehr Arbeitssicherheit und Ergonomie, "damit unsere Mitarbeiter gesund und motiviert bleiben". So erspart künftig ein Lift-Roboter ähnlich wie in einer Apotheke dem Team langes Suchen oder gar Schleppen und stellt Ersatzteile quasi auf Knopfdruck bereit. Mit dem Umbau liegt auch der Vertrieb von Fendt-Produkten komplett bei der ZG Raiffeisen, die Zusammenarbeit mit dem Kraichgau Raiffeisen Zentrum Eppingen wird in diesem Bereich beendet.
Das achtköpfige Team des bisherigen Raiffeisenmarkts in Wiesloch mit seinen rund 600 Quadratmetern Verkaufsfläche steht den Kunden weiterhin zur Verfügung. "Das ist uns wichtig, weil uns schon Anfragen erreicht haben", betonte Harald Hörner: "Der Wieslocher Markt mit seinem gewohnten Sortiment bleibt." Wünschenswert, aber noch nicht endgültig entschieden, wäre der Umbau, um sich "größer und moderner" zu präsentieren.
Hörner sieht diese zweifache Expansion ganz im Sinne des Förderauftrags von Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Natürlich sei man nicht nur für Mitglieder da, sehe sich aber in der Pflicht, ihnen "Hilfe zur Selbsthilfe" zu leisten, das Netz der Niederlassungen engmaschig zu halten und zu ermöglichen, dass die Kunden mit ihrem Arbeitsgerät stets auf dem neusten Stand sein können.
Rund 5000 Mitglieder hat die ZG Raiffeisen Karlsruhe, überwiegend natürliche Personen und Familienbetriebe.