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Wirtschaftsforum Mosbach: Gegen Fake News gibt’s ein einfaches Mittel (plus Fotogalerie)

Von Heiko Schattauer

Mosbach. Sie stellten die Vertrauensfrage - und durften am Ende mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, durchaus authentische, vertrauenswürdige Antworten bekommen zu haben. "Fake News, Tweets und Freie Presse - wem kann man heute noch trauen", hatten die Schüler des Berufskollegs "Fachhochschule Wirtschaft" an der Ludwig-Erhard-Schule gefragt; das "12. Mosbacher Wirtschaftsforum" in der LES-Aula sollte am Dienstagabend stimmige Rückmeldungen liefern.

Dass statt des erkrankten RNZ-Chefredakteurs Klaus Welzel kurzfristig Politikredakteur Sören Sgries in die Bresche sprang und sich den sauber ausgearbeiteten Fragen der Schüler stellte, störte bei der Wahrheitsfindung keineswegs. Auch wenn Sgries seinen "Aufstieg" vom Vorjahres-Moderator zum Hauptdarsteller des aktuellen Forums anfänglich mit gebremster Euphorie anging: "Eigentlich bin ja ich der, der die Fragen stellt." Nach fast 120 unterhaltsamen wie informativen Forumsminuten war klar: Sgries kann auch Antworten.

"Das ist ein Thema, das in irgendeiner Form alle tangiert", befand Martin Hess als Vorsitzender des Unternehmenskreis Mosbach, ehe die Schüler ihr seit Schuljahresbeginn angereichertes Wissen präsentieren und einen umfangreichen Fragenkatalog abarbeiten durften. Gemeinsam mit der Ludwig-Erhard-Schule und der RNZ hatten die Unternehmer zum Wirtschaftsforum eingeladen, das diesmal die Medien in den Mittelpunkt rücken und tiefe Einblicke in die Abläufe und Gepflogenheiten der Medienwelt liefern sollte.

Warum man die BKFH-Schüler im Rahmen ihres Seminarkurses Informatik/Medien in diese komplexe Welt eintauchen ließ, machte LES-Schulleiter Ralf Trabold eingangs deutlich: "Sie sind Vertreter einer Generation, die andauernd mit der Frage nach der Vertrauenswürdigkeit von Informationen konfrontiert ist." An seiner Schule, so wollte Trabold zudem geklärt wissen, gebe es jedenfalls keine Fake News, nur Tatsachen und Fakten.

Nackte Tatsachen und nüchterne Fakten lieferten dann auch gleich mal die ständig konfrontierten Schüler aus dem Seminarkurs von Michaela Brauch-Sievert. Sie berichteten vom Zeitungsland Deutschland, von 22 Millionen gedruckten Tageszeitungsexemplaren, von 80 Prozent, die "im Allgemeinen immer" den Lokalteil ihrer Zeitung lesen, von Medienherrscherclans und von einer zunehmenden Gefährdung der Pressefreiheit. Volle 30 Minuten lang gab’s das volle Informationsprogramm, das in seiner Tiefe auch Insider beeindrucken konnte.

Und dann war der Zeitungsmann dran, der "irgendwie da rein geraten" (so Sgries augenzwinkernd) ist in den Journalismus. Der für die Landespolitik zuständige Bulli-Fan konnte zwar nicht alle gängigen Klischees zur Arbeitswelt des Journalisten bestätigen, dafür aber erhellende Einblicke in den wahren Alltag eines Zeitungsredakteurs anbieten. "Heute war ein Katastrophentag", schilderte Sgries in Bezug auf Termindruck, kurzfristige Umstürze und bereits verfasste Kommentare, die sich dank umschlagender politischer Gegebenheiten plötzlich in Luft auslösen.

Beim Blick über den nächsten Erscheinungstag hinaus erläuterte Sgries der selbst ernannten Generation Z die Wege, die ein klassisches Medium wie die RNZ jetzt und künftig beschreiten will, um auch bei den "Hightech-Jugendlichen" anzukommen. E-Paper, Videos, Instagram - da sei "einiges in Bewegung", sagte der Politikredakteur, der liebend gern ein Publikum abholen will, "das man als Printredakteur nicht immer automatisch auf dem Schirm hat".

Immer wieder kam natürlich die Frage nach der journalistischen Sorgfalt auf, nach Überprüfung, Wertung und Aufbereitung von Informationen. "Guter Journalismus widersteht der verlockenden Schlagzeile und Halbwahrheiten", befand der RNZ-Vertreter. Quellenprüfung und kritische Betrachtung seien da grundlegende Werkzeuge, "auch wenn das mitunter eben aufwendig ist".

Und das mit den Fake News? Nichts wirklich Neues, da war sich Sgries mit Schulleiter Trabold und UK-Chef Hess einig. Aber: Seit Trump sei die Schamgrenze im Umgang mit Falschmeldungen irgendwie spürbar gesunken. Für einen kritischen Journalisten sei das eine echte Zwickmühle: Einerseits wolle und müsse man die Falschmeldung natürlich richtigstellen. Andererseits verschaffe man der jeweiligen Thematik nur mehr Aufmerksamkeit.

Und zumindest ein Teil der gefakten News bleibe immer hängen, so Sgries. "Wir arbeiten mit unserer und weiter für unsere Glaubwürdigkeit", schloss der RNZ-Redakteur, der sich wie der seit jeher in Familienbesitz befindlichen Verlag Unabhängigkeit, Freiheit und den kritischen Blick bewahren will.

"Gut so", befanden die LES-Schüler abschließend und durften sich alsdann von Sören Sgries und Moderator Martin Hess für eine saubere Recherche und stimmige Präsentation auf die Schulter klopfen lassen. Ohne Fake, ganz in echt.

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