Ungarn schließt die von Mazedonien geforderte Auslieferung des nach Ungarn geflohenen Ex-Regierungschefs Nikola Gruevski, der von der Opposition bereits als „VIP-Flüchtling“ bezeichnet wird, aus. „An das Land, in dem die Verfolgung geschehen ist, kann er nicht ausgeliefert werden“, teilte Justizminister Laszlo Trocsanyi am Dienstagabend in einem Fernsehinterview mit. Gleichzeitig deutete der Minister eine mögliche Weiterreise des wegen Korruption verurteilten Politikers, denn Gruevski könne sich nun im EU-Raum „frei bewegen“.