"Walk for Freedom" in Heidelberg: Den Opfern eine Stimme gegeben
Heidelberg. (rnz) Über 150 Menschen haben am Samstag beim "Walk For Freedom" ein Zeichen gegen Menschenhandel gesetzt, indem sie gänzlich schwarz gekleidet in einer langen Reihe durch die Innenstadt liefen. "Wir sind symbolisch für die Freiheit anderer gelaufen. Schweigend, denn Opfer haben keine Stimme", betont Lisa Knoll von Mosaik e.V., dem Organisator der Demonstration.
Während des Schweigemarschs verteilten Helfer Flyer an Passanten und beantworteten Fragen. Den meisten Menschen sei nicht bewusst, dass Menschenhandel auch die eigene Region und den eigenen Alltag betrifft - und dass sie etwas dagegen tun können. Schon zunehmend bewusster Konsum und kritische Rückfragen bei Herstellern seien ein echter Anfang.
Laut aktuellen UN-Schätzungen leben mittlerweile rund 40 Millionen Menschen in modernen Formen von Sklaverei - ein Viertel davon sind Kinder.