Verkehrsunfälle in der Region: Fahrerflucht, Wildschwein, Straßenbahn und eine Spur der Verwüstung
Rhein-Neckar. (pol/mare) Es hat gekracht am Freitag und über das Wochenende in der Region. Ein Überblick über den Polizeibericht:
In Heidelberg entstand Sachschaden in Höhe von rund 17.000 Euro am frühen Freitagnachmittag beim Zusammenstoß eines Autos mit einer Straßenbahn. Gegen 13.25 Uhr war der Fahrer einer Mercedes C-Klasse in der Bergheimer Straße unterwegs. In Höhe der Bluntschlistraße wollte der 51-jährige Mann wenden und fuhr hierzu über die Gleise. Dabei übersah er jedoch eine in gleiche Richtung wie er fahrende Straßenbahn der Linie 22. Es kam zum Zusammenstoß mit dem Schienenfahrzeug. Der Unfallverursacher zog sich eine leichte Verletzung an der linken Hand zu. Der Schienenverkehr Richtung Bismarckplatz war bis gegen 13.50 Uhr unterbrochen.
In Weinheim wurde am Freitagnachmittag eine 38-jährige Frau beim Crash am Autobahnkreuz verletzt. Der Unfallverursacher machte sich aus dem Staub, ohne sich um die Verletzte gekümmert zu haben.
Gegen 16.40 Uhr fuhr der Unbekannter mit seinem Auto auf dem linken Fahrstreifen der Autobahn A659 von Viernheim kommend in Richtung Weinheim. Auf Höhe des Autobahnkreuzes wollte er auf die rechte Spur wechseln, übersah hierbei jedoch den direkt daneben fahrenden Opel Zafira mit Offenbacher Kennzeichen. Die 38-jährige Fahrerin musste stark bremsen, um einen Zusammenstoß zu verhindern.
Der nachfolgende Lenker eines Opel Astra bremste ebenfalls stark ab, konnte aber den Crash mit dem Opel Zafira nicht mehr verhindern. In der Folge drehte sich der Van, schleuderte quer über die Fahrbahn und kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stillstand. Beide Fahrzeuge wurden schwer beschädigt und waren nicht mehr fahrbereit.
Die 38-jährige Frau erlitt zudem leichte Verletzungen. Das mitfahrende einjährige Kleinkind blieb unverletzt, ebenso der 35-jährige Opel Astra-Fahrer. Der Unfallverursacher fuhr einfach davon. Gegen ihn ermittelt nun das Autobahnpolizeirevier Mannheim.
Zeugen, die Hinweise zum Auto des Unfallverursachers und des Fahrers geben können, werden gebeten, die Polizei unter Telefon 0621/47093-0 anzurufen.
In Heilbronn hinterließ ein 35-Jähriger eine Spur der Verwüstung in der Nacht auf Samstag in der Heilbronner Leibnizstraße hinterlassen. Der Mann kam mit seinem Mercedes-Transporter aus Richtung Längelterstraße. Bei seiner Fahrt rammte er mit dem Klein-Lkw zunächst einen geparkten Opel, sodass dieser sich gegen eine Hauswand schob. Anschließend kollidierte der Daimler-Benz ebenfalls mit der Mauer des Gebäudes und mit einem geparkten VW Passat.
Dadurch wurde der VW in einen Audi A4 geschoben. Beim Rückwärtsfahren stieß der Klein-Lkw dann erneut gegen den Opel. Statt sich um den entstandenen Sachschaden in Höhe von circa 40.000 Euro zu kümmern, flüchtete der 35-Jährige. Zeugen verständigten die Polizei, die mit mehreren Streifenwagen nach dem Mann fahndete.
Schließlich stellten die Polizisten den 35-Jährigen mit seinem beschädigten Fahrzeug an der Kreuzung Grünewaldstraße und Großgartacher Straße. Ein Alkoholvortest ergab einen Wert von circa 1,7 Promille. Infolge beschlagnahmten die Polizeibeamten den Führerschein des Mannes und brachten ihn in ein Krankenhaus, wo er eine Blutprobe abgeben musste. Er kann nun mit einer Anzeige rechnen.
In Neulußheim kam es am Samstagnachmittag auf der Landesstraße L560 zwischen den Ausfahrten Altlußheim/Neulußheim-Süd und Neulußheim/Reilingen in Fahrtrichtung Hockenheim zum Crash.
Gegen 15.35 Uhr fuhr der 45-jährige Fahrer eines Mitsubishi ASX -vermutlich auf einen Mercedes E-Klasse auf, da er vermutlich unachtsam wat. Der Aufprall erwies sich als derart heftig, dass der Mercedes noch auf einen davor fahrenden Ford Fusion aufgeschoben wurde. Verletzt wurde zwar niemand, jedoch entstand Sachschaden in Höhe von über 10.000 Euro.
Der Wagen des Unfallverursachers sowie der Mercedes mussten abgeschleppt werden. Zudem musste die Feuerwehr die Fahrbahn von ausgelaufenen Betriebsstoffen reinigen. Während der Unfallaufnahme, der Bergungsarbeiten und der Reinigung der Straße wurde der Verkehr in Richtung Hockenheim örtlich umgeleitet. Ab 16.20 Uhr war die Straße wieder in beiden Richtungen frei befahrbar.
In Mannheim fuhr am Samstagabend gegen 21.20 Uhr der Fahrer eines schwarzen Autos mit LU-Kennzeichen auf dem Luisenring in Höhe Quadrat G7 auf den Ford Fiesta eines in Mannheim ansässigen Sicherheitsunternehmens auf. Die Wucht des Zusammenstoßes erwies sich dabei als so heftig, dass 59-jährige Fahrer des Fords zumindest leicht verletzt wurde. Der Unfallverursacher flüchtete nach dem Unfall, bei dem zudem Sachschaden in Höhe von mindestens 2000 Euro entstand in Richtung Kurpfalzbrücke. Um die Schadensregulierung kümmerte er sich nicht.
In Ketsch wurde beim Zusammenstoß mit einem Wildschwein am Freitagabend ein 16-jähriger Kradfahrer verletzt. Der Jugendliche war gegen 20 Uhr mit seinem Leichtkraftrad auf der Kreisstraße K4250 in Fahrtrichtung Altlußheim unterwegs, als ihm in Höhe Siegelheim das Wildschwein ins Motorrad lief. Der junge Mann wurde von seinem Motorrad geschleudert und erlitt beim Aufprall auf die Fahrbahn vermutlich einen Knochenbruch. Nach medizinischer Erstversorgung vor Ort kam er in ein Krankenhaus. An seinem Moped entstand massiver Sachschaden. Die Polizei beziffert diesen auf run 3500 Euro. Das Borstentier erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.
In Eppingen entstand bei der Kollision eines BMW mit einem Ford Mondeo am Samstagmittag Sachschaden in Höhe von circa 22.000 Euro. Ein 49-Jähriger war gegen 12.15 Uhr mit dem Ford von Eppingen in Richtung Richen unterwegs. Zeitgleich bog eine auf der Abbiegespur zur Bundesstraße B293 entgegenkommende 75-Jährige mit dem BMW nach links ab. Da sie den Ford übersah, kam es zur Kollision. Im Ford lösten die Airbags aus. Bei dem Unfall zog sich der 49-Jährige leichte Verletzungen zu.
In Horrenberg überholte am Samstagmittag gegen 15 Uhr ein 62-jähriger Motorradfahrer auf der Landesstraße L612 in Richtung Horrenberg nach der Einmündung Unterhof ein vor ihm fahrendes Auto. Er blieb jedoch mit seinem Krad am Kotflügel hängen und stürzte auf die Fahrbahn. Hierbei erlitt er einen Beinbruch. Er wurde durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert. Während der Unfallaufnahme bleibt die L612 aktuell im dortigen Bereich noch gesperrt. Beide verunfallten Fahrzeuge müssen zudem abgeschleppt werden.