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Ein Arzt erfand vor 20 Jahren eine Studie, der viele Glauben schenkten — noch heute sterben Menschen deswegen

MMR — kommt euch dieser Begriff bekannt vor? Vor neunzehn Jahren verkündete der britische Arzt Andrew Wakefield, dass die MMR-Schutzimpfung — zum Schutz gegen Masern, Mumps und Röteln — bei Kindern Autismus auslösen kann.

Eine These, die die Öffentlichkeit erschütterte und bis heute noch zahlreiche Eltern davon abhält, ihre Kinder impfen zu lassen — teilweise mit fatalen Folgen.

Wakefield leistete „unverantwortliche“ Arbeit

Es gibt zahlreiche Bedenken, ob Wakefields Arbeit wirklich legitim war. Seine These wurde anhand von Untersuchungen an nur zwölf Kindern überprüft — eine niedrige Zahl, die wohl kaum Aufschluss über die gesamte junge Bevölkerung gibt. Auch die Wissenschaft kehrte ihm den Rücken: Zehn der dreizehn Studienautoren distanzierten sich von den veröffentlichten Ergebnissen.

Die britische Ärztekammer „General Medical Council“ entzog 2010 schließlich Wakefields Zulassung. Er habe auf „unehrliche“ und „unverantwortliche“ Weise gearbeitet. Im Rahmen der Studie sei gar nicht erst untersucht worden, ob eine Verbindung zwischen der Dreifach-Impfung und Autismus besteht. Die Vorwürfe wies Wakefield jedoch von sich und behauptete, sie seien „unbegründet und unfair“.

Daraufhin zog auch das Journal „The Lancet“, in dem die Untersuchung damals erstmals veröffentlicht wurde, die Studie im Februar 2010 offiziell zurück.

Wakefield führte an den Kindern skandalöse Untersuchungen durch

Nicht nur die unsaubere wissenschaftliche Arbeit ist skandalös: Die Ärzte führten an den Kindern invasive Untersuchungen durch — Verfahren, bei denen ein Eingriff in den Körper der untersuchten Person stattfindet — und das, obwohl sie weder medizinisch notwendig noch ethisch vertretbar gewesen wären. 

So wurden unter anderem Lumbalpunktionen an den Kindern durchgeführt, bei denen eine Nadel im unteren Rückenbereich in den Rückenmarkkanal gestochen wird, um Flüssigkeit zu entnehmen. Dr. Surendra Kumar, Mitglied der Ärztekammer, sagte, Wakefield habe mit „grausamer Gleichgültigkeit gegenüber der Verzweiflung und den Schmerzen der Kinder“ gehandelt.

Der Betrug fiel schon Jahre vor Beschluss der Ärztekammer auf. Berichten der „Sunday Times“ zufolge wurden Ärzten und Wissenschaftlern rund 3,5 Millionen Pfund (rund 4 Millionen Euro) dafür ausgezahlt, dass sie sich gegen den Dreifachimpfstoff aussprachen. Auch Wakefield soll dafür rund eine halbe Million Pfund bekommen haben.

Auch die Bevölkerung bekam die Folgen zu spüren

Auch wenn die Studie zurückgezogen wurde, richtete sie einen Schaden an, der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Nach der Veröffentlichung sanken die Impfraten im Vereinigten Königreich laut „Spiegel Online“ von 92 Prozent auf 79 Prozent — ein absolutes Rekordtief. Im März 2006 starb zum ersten Mal seit 14 Jahren ein Kind an Masern. 

Auch Deutschland bekam die Folgen zu spüren: Nur rund 80 Prozent der Kleinkinder wurden im Jahr 2010 in Deutschland geimpft. Dabei war das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), bis 2010 die Masern völlig ausgerottet zu haben. 

Meinungen über MMR-Impfung sind immer noch geteilt

Tatsächlich beweisen mehrere groß angelegte Studien, dass Wakefields Theorie schlichtweg sehr unwahrscheinlich ist — zumal eine Untersuchung an zwölf Kindern nicht sonderlich aussagekräftig ist. 

Dem „Telegraph“ zufolge ist Wakefield trotzdem immer noch der Meinung, dass die MMR-Impfung Anlass zur Sorge ist. Er sagte, die Eltern, die zu ihm kommen, weil sie denken, dass die Impfung die Krankheit des Kindes ausgelöst hat, verdienen eine Antwort. 

Immer noch gibt es Menschen, die Wakefield unterstützen und sagen, die Medizin und Politik habe lediglich eine Kampagne auf die Beine gestellt, um den Arzt zu stürzen. 

Ob und wofür Kinder geimpft werden sollen, ist keine einfache Entscheidung. Klar ist jedoch, dass die Entscheidung nicht basierend auf einer zweifelhaften Studie getroffen werden sollte.

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