Streit, Schläge, Raub: In Mannheim flogen die Fetzen (Update)
Mannheim. (pol/mare) Am Wochenende hatte die Polizei gleich mehrere Fälle zu bearbeiten, bei denen die Fetzen flogen. Das teilen die Beamten mit.
Fall 1: Wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermitteln die Beamten so gegen einen 18-Jährigen und dessen 25-jährigen Begleiter. Das Duo war zusammen mit zwei anderen Männer am frühen Samstagmorgen in der Innenstadt unterwegs, als es gegen 6.55 Uhr im Bereich des Quadrats U5 aus bislang ungeklärter Ursache zum Streit mit einem 22-Jährigen kam.
Schließlich kam es zur Schlägerei, in deren Verlauf die beiden Beschuldigten mit einem Verkehrsschild auf ihren Kontrahenten einschlugen. Dieser erlitt stark blutende Kopfwunden. Er kam zur weiteren Versorgung seiner Verletzungen in ein Mannheimer Krankenhaus.
Die beiden Aggressoren nahm die Polizei im Laufe der Fahndung fest. Ersten Ermittlungen zufolge standen sie unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol.
Fall 2: Gegen 5.20 Uhr gerieten vor einer Gaststätte in S1 mehrere Menschen aus bislang unbekannter Ursache aneinander. Daraufhin hat einer der Beteiligten Pfefferspray gezückt und mit diesem in die Menge gesprüht. Hierbei wurden zwei Frauen leicht verletzt.
Im Zuge des folgenden Polizeieinsatzes gelang es den Beamten, einen 27-jährigen Mann festzunehmen. Bei ihm soll es sich um den "Sprayer" handeln. Erste Ermittlungen ergaben, dass er nicht unerheblich alkoholisiert war. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Die genaueren Hintergründe der Tat sind bislang unbekannt.
Fall 3: Gegen 16.40 Uhr betrat ein Unbekannter den Großen Saal des Jugendzentrums des CVJM Mannheim. Dort war eine 47-jährige Frau, um Seminare vor- und nachzubereiten. Die Frau sprach den Mann an.
Hierbei bemerkte sie, dass er ein Messer in der Hand hielt. Zudem forderte sie der Fremde auf, ihr Geld zu geben. Die Frau sprang auf, verließ das Gebäude und machte auf der Straße Passanten auf die Situation aufmerksam.
Ein Mann verfolgte den Täter, der zwischenzeitlich auch das Haus verlassen hatte, noch eine Zeit lang, stellte dann jedoch die Verfolgung ein. Verletzt wurde niemand
Die 47-Jährige beschrieb den Täter wie folgt: Anfang bis Mitte 30, blondes Haar, er wirkte ungepflegt, war etwa 1,75 Meter groß, von schmaler Statur, er sprach leicht verwaschenes Deutsch, war bekleidet mit olivgrünem Parka und Jeans. Bei der Tatwaffe handelte es sich um ein Messer im Taschenmesserformat
Zeugen melden sich beim Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg unter Telefon 0621/1744444.
Update: 21. Oktober 2018, 14.59 Uhr