Heidelberg: Falscher Polizist wegen Bandenbetrugs vor dem Landgericht (Update)
Heidelberg. (dpa-lsw) Vor dem Heidelberger Landgericht begann am heutigen Mittwoch um 8.30 Uhr der Prozess gegen einen Mann, der eine 69-Jährige um Kunst im Wert von mindestens 205.000 Euro gebracht haben soll. Zum Prozessauftakt schwieg der 30-Jährige zunächst.
Der Anklage zufolge sollen der Beschuldigte und zwei bislang unbekannte Mittäter bei älteren Menschen angerufen und sich als Polizisten und Staatsanwälte ausgeben haben. Die Bande habe ihren Opfer vorgespielt, dass nur sie deren Geld und Wertgegenstände vor Kriminellen schützen könne.
Der Angeklagte sei in der Tätergruppe der «Abholer» gewesen. In einen Fall soll eine 69 Jahre alte Heidelbergerin dem Mann mehrere Ikonen aus Russland, Plastiken sowie Zeichnungen aus Indien übergeben haben. Für die Verhandlung ist dem Gericht zufolge noch ein weiterer Termin angesetzt (Aktenzeichen: 1 KLs 450 Js 20291/17).