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Studierendenwerk Heidelberg: Nach dem "Arbeitskampf" muss jeder fünfte Student gehen

Von Denis Schnur

Heidelberg. Fünf Jahre lang hat Rosario Trischitta als einer von rund 80 Studenten im Café Botanik des Heidelberger Studierendenwerkes gearbeitet, die meiste Zeit als Schichtleiter. Für ihn als Nicht-Muttersprachler war der Job eine Chance, bislang sei man mit seiner Arbeit immer zufrieden gewesen, ist er sicher. Doch das ist vorbei.

Ende Juli erhielt der Italiener eine E-Mail: "Hiermit teilen wir Ihnen mit, dass wir Ihnen über Ihren jetzigen Vertrag hinaus keine Anschlussbeschäftigung anbieten", heißt es knapp. Und weiter: "Wir bedauern dies, bedanken uns für die Zusammenarbeit und Unterstützung, die Sie uns in den vergangenen Jahren erbracht haben." Ende September läuft sein Vertrag aus. "Ich suche einen anderen Job, aber es ist schwierig."

Mit dem Problem ist Trischitta nicht allein: Mindestens 40 der über 200 studentischen Aushilfen in den Mensen und Cafés des Studierendenwerkes bekamen im Juli offenbar dieselbe E-Mail - darunter laut Mitarbeitern ein Vater zweier Kinder, eine Schwangere, ein Flüchtling und viele ausländische Studenten.

Schon seit April hat das Studierendenwerk offenbar keine Studenten mehr eingestellt, gleichzeitig wurden Stellen für nicht-studentische Festangestellte ausgeschrieben. Eine RNZ-Anfrage dazu beantwortet die Geschäftsführung äußerst knapp. "Die Mehrzahl der Verträge wurde verlängert. Ein Teil der Ausscheidenden hat das Studium vor Ort beendet und kein Interesse an Weiterbeschäftigung", erklärt eine Sprecherin. Auf die Frage, ob die Zahl der studentischen Mitarbeiter reduziert werde, hieß es nur: "Seit dem 1. April wurde die Beschäftigung der Studierenden umgestellt." Und: "Das Studierendenwerk beschäftigt auch zukünftig Studierende."

Sechs Noch-Mitarbeiter, mit denen die RNZ sprach, hatten deutlich mehr Redebedarf. Sie alle wollten weiterhin für das Studierendenwerk arbeiten, die Nicht-Verlängerung ihres Vertrages kam für viele überraschend. Mit Namen will jedoch nur Trischitta genannt werden. Zum Teil, weil die Studenten noch bis Ende September angestellt sind, zum Teil, weil es derzeit eine Überprüfung der Entlassungen gebe. "Wenn ich hier meinen Namen nenne, wird mein Vertrag definitiv nicht verlängert", erklärt eine Studentin, der nach mehr als fünf Jahren gekündigt wurde.

Denn die Studenten vermuten hinter der Entlassungswelle nicht nur eine betriebswirtschaftliche Maßnahme, sondern vor allem eine Revanche der Geschäftsführung. Denn seit im Frühjahr einige Studenten laute Kritik an den gängigen Arbeitsverträgen beim Studierendenwerk geübt hatten, sei die Stimmung immer schlechter geworden - "weil wir zu kritisch waren", so eine langjährige Mitarbeiterin. "Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass das aus Rache passiert."

Dafür spricht, dass viele, die sich damals geäußert hatten, jetzt gehen sollen. Das betrifft laut Studenten etwa jeden, der in internen Arbeitsgruppen seine Meinung geäußert habe, sowie jeden, der um ein Gespräch mit der Personalabteilung gebeten habe, als keine Studenten mehr eingestellt wurden. "Es wird von Seiten der Geschäftsführung eine Politik des Eigeninteresses und der Rache betrieben, die darin gegründet scheint, jeden mundtot zu machen, der seine Meinung offen äußert", heißt es in einem offenen Brief der Mitarbeiter an Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, die die Rechtsaufsicht über das Studierendenwerk ausübt.

Hinzu kommen nach Auskunft mehrerer Mitarbeiter Abstimmungsprobleme im Studierendenwerk: So seien die Café-Leitungen vor den Entlassungen nicht gefragt worden und hätten jetzt Probleme, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Deshalb würden derzeit vereinzelte Nicht-Verlängerungen überprüft. Manche Studenten haben offenbar doch einen neuen Arbeitsvertrag angeboten bekommen, andere hoffen noch. "Dabei habe ich eigentlich überhaupt keine Lust mehr", betont eine Noch-Mitarbeiterin. Die Stimmung sei gerade an einem absoluten Tiefpunkt. "Ich habe mich in all den Jahren nie so ersetzbar und meine geleistete Arbeit als so wenig anerkannt gefühlt."

Andere Studenten haben bereits Konsequenzen gezogen und gekündigt: "Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich nicht länger bei einem Arbeitgeber beschäftigt sein möchte, der sich so wenig um die Belange und Sorgen seiner MitarbeiterInnen kümmert, sowie kritische Stimmen durch Nichtverlängerung versucht verstummen zu lassen", schrieb ein langjähriger Mitarbeiter in seiner Kündigungsmail an die Geschäftsführung, "offen gesagt, empfinde ich das Verhalten der Geschäftsführung und der Personalabteilung als heuchlerisch und von persönlichen Gefühlen motiviert."

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