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"Fortschritt Intergrativ Leben" St. Leon-Rot: Die Antwort auf den Wunsch nach mehr Eigenständigkeit

St. Leon-Rot. (seb) Der Erfolg wurde zur Verpflichtung: Der Verein "Fortschritt" St. Leon-Rot hat zahlreichen Kindern und Jugendlichen mit zerebralen Bewegungsstörungen zu mehr Selbstständigkeit verholfen, jetzt sind viele von ihnen junge Erwachsene und wollen auch möglichst selbstständig leben. Die ungewöhnliche Antwort: die Gründung eines neuen Vereins mit neuen Aufgaben.

"Fortschritt" war das erste nach dem Fördersystem des ungarischen Arzts András Petö arbeitende Förderzentrum im Südwesten Deutschlands, derzeit werden über 100 Kinder und Jugendliche aus der gesamten Metropolregion betreut. Aus dem Verein ist jetzt das neue Projekt für 18- bis 30-Jährige hervorgegangen: der Verein "Fortschritt Intergrativ Leben".

2016 offiziell gegründet, ist er unabhängig, ebenfalls gemeinnützig und bleibt in St. Leon-Rot ansässig, ergänzt aber die Arbeit von "Fortschritt" und zielt auf mehr Inklusion der jungen Erwachsenen ab - unter anderem mit einem besonderen Wohnprojekt.

Susanne Huber ist die Vorsitzende, das ehrenamtlich tätige Vorstandsteam wird vom zweiten Vorsitzenden Jürgen Feil, Kassenwart Christoph Huber und Schriftführerin Bettina Maroto López komplettiert.

"Fortschritt" selbst startete 1995 als Eltern-Initiative in Walldorf, ehe man nach St. Leon-Rot wechselte, blickt Vereinssprecher Björn Wojtaszewski zurück: "Sie haben erkannt: Petö tut unseren Kindern gut." Der Verein wird sich auch weiterhin auf die Förderung junger Menschen mit Bewegungsstörungen konzentrieren, grob gesagt im Alter zwischen sechs Monaten und 20 Jahren, das hänge sehr von der individuellen Entwicklung ab.

Man verfolge einen ganzheitlichen, langfristigen Ansatz: Die Therapeuten, in diesem Fall "Konduktoren" genannt, vereinten Fachkompetenzen aus Ergotherapie, Logopädie, Krankengymnastik, Physiotherapie und Psychotherapie auf sich.

Bedenkt man die Herausforderungen, denen sich die Jugendlichen und ihre Familien vor der Therapie gegenübersahen, so Wojtaszewski, sei es erhebend zu sehen, wie sich die jungen Leute selbst ankleideten und das Frühstück zubereiteten. Um das zu erreichen, habe "Fortschritt" genug zu tun.

Also stellte sich die Frage, ob man einem einzelnen Verein diese neuen Aufgaben aufbürden kann, die durch Alter und gestiegenes Selbstbewusstsein seiner Schützlinge bedingt sind: "Dank ’Fortschritt’ sind sie sehr eigenständig, im wahrsten Sinne des Wortes gemäß unserem Motto ’auf eigenen Füßen stehen’: Sie machen den Führerschein, möchten eine Berufsausbildung anfangen und ein großes Thema ist das Wohnen." Einer der von "Fortschritt" betreuten Jugendlichen will beispielsweise Journalist werden und hat eine Praktikumsstelle erhalten.

Dem Wunsch nach mehr Eigenständigkeit soll der neue Verein entgegenkommen, er kann sich breiter aufstellen und mit einer ans Jugend- und Junge-Erwachsenen-Alter angepassten Petö-Förderung nahtlos an die Arbeit von "Fortschritt" anknüpfen. Er kann - rein rechtlich gesehen - auch Spenden annehmen, die nicht an die Petö-Förderung zweckgebunden sind, anders als "Fortschritt". Die Leistungen der beiden Vereine finden sich in keinem Krankenkassen-Katalog, also ist man neben den Vereinsbeiträgen auf Spenden angewiesen, um die Therapie für jedermann erschwinglich zu halten.

Man will, wie Wojtaszewski betont, nicht nur "Fortschritt"-Schützlinge aufnehmen: "’Fortschritt Integrativ Leben’ ist grundsätzlich für alle Menschen offen", etwa junge Erwachsene, die einen Unfall hatten. "Niemand muss ’Fortschritt’-Mitglied sein, um im neuen Verein aufgenommen zu werden."

Eins der größten Probleme, dem "Fortschritt Integrativ Leben" sich stellen muss: "Es gibt keine barrierefreien Wohnungen einfach zu mieten", weiß Wojtaszewski. "Daher das - bundesweit einmalige - Wohnprojekt, zu dem uns schon sehr viele Anfragen erreicht haben." Von der Gemeinde St. Leon-Rot hat der Verein ein gut 1600 Quadratmeter großes Grundstück im Cranachring 41 erworben.

Der Gemeinderat stimmte dem übrigens einstimmig zu und äußerte sich sehr wohlwollend zum Vorhaben. Nach dem im Rat vorgestellten vorläufigen Konzept wird das Gebäude zwei Stockwerke haben und vier bis fünf bewegungsbehinderte junge Menschen ab 18 Jahren, vier bis fünf nicht behinderte Integrationspartner, zwei Plätze zum "Probewohnen" zu Trainings- und Therapiezwecken sowie einen Petö-Therapieraum beherbergen. Näheres soll nach Gesprächen mit potenziellen Förderern und Unterstützern bekannt gegeben werden.

Darüber hinaus möchte "Fortschritt Integrativ Leben" zu einem Impulsgeber für mehr Teilhabe in der ganzen Metropolregion werden, so Wojtaszewski. Dabei geht es um die soziale Interaktion und Vernetzung der geförderten jungen Erwachsenen.

Info: Nähere Informationen sind im Internet zu finden: www.fortschritt-slr.de und www.fortschritt-il.de.

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