Neue Brücke: Wahrzeichen für Bammental?
Von Benjamin Miltner
Bammental. Diesmal konnte die Brücke nichts aufhalten. Weder die langwierige Vorgeschichte noch das schlechte Omen des Freitags, 13. Juli, trübten die Einweihung der neuen Querung der Elsenz für Radfahrer und Fußgänger.
Das Dach war fertig gedeckt, der Radweganschluss an die Landesstraße L600 asphaltiert, die Sonne strahlte. Kurzum: perfekte Bedingungen für die Verkehrsfreigabe.
Dieses Bauwerk sei ein Symbol für die Radförderung des Landes, sagte Landesverkehrsminister Winfried Herrmann (Grüne). "Wir haben hier eine sichere Querung hingestellt - aber die bringt nix, wenn sie nicht auch ihren Schädel sichern", scherzte er und ging mit gutem Beispiel voran: "Helm auf und los geht’s."
Also machte Herrmann den Anfang. Nachdem Bürgermeister Holger Karl und Regierungspräsidentin Nicolette Kressl das symbolische Band zerschnitten hatten, startete der Verkehrsminister mit den beiden Landtagsabgeordneten Hermino Katzenstein (Grüne) und Albrecht Schütte (CDU) zur Jungfernfahrt.
Vor allem Herrmann war dabei auf einem historischen, hölzernen Laufrad der Beifall der rund 200 Anwesenden - darunter zahlreiche Bammentaler Gemeinderäte und Gaibergs Bürgermeister Klaus Gärtner - gewiss.
Und wie kommt die Brücke selbst an? "Ein wunderbares Projekt. Von ihr hat man einen romantischen Blick auf die Elsenz", schwärmte eine Frau. "Die ist ganz schön gewaltig und sieht aus wie aus dem Mittelalter", hieß es wenige Meter weiter.
"Eine stolze Brücke und ein wie ich finde schönes Bauwerk", beschrieb Projektleiter Daniel Burkhardt vom Ingenieurbüro Braun das von ihm Entworfene. "Sie passt hier einfach super hin", war auch Oxanna Dammert, Oberbaurätin und Projektleiterin des zuständigen Regierungspräsidiums, naturgemäß begeistert.
Nach den Reden von Winfried Herrmann und Nicolette Kressl erinnerte Bürgermeister Holger Karl an das hartnäckige Engagement, das vor allem die Gemeinderäte unternommen hatten, ehe die Querung Realität wurde. "Wer den Verkehr an der Friedensbrücke kennt weiß, dass es sich gelohnt hat", so Karl.
Es sei dort als Fußgänger zwar möglich gewesen, die Elsenz zu überqueren - aber nur mit einem unguten Gefühl. "Teils sind dort Fußgänger sogar über die Brüstung balanciert", sagt der Rathauschef. Dafür gibt es nun eine weitaus sicherere wie bequemere Alternative.