Epfenbacher Radler stehengelassen: Der S-Bahn-Fahrer "fuhr einfach weg"
Epfenbach. (oh) Ein Tross von elf "Alten Herren" der Freizeitgruppe des VfB Epfenbach machte sich am Donnerstag zu seiner allwöchentlichen Radtour auf den Weg nach Eppingen. Über Zuzenhausen und Sinsheim, wo der Startschuss zum Firmenlauf akustisch miterlebt wurde, ging die Route auf den gut ausgebauten Radwegen über Reihen, Ittlingen und Richen nach Eppingen. Es sah nach einem wunderschönen Tag aus.
Nach eineinhalb Stunden war das Ziel erreicht, und alle genossen das besondere Flair der Fachwerkstadt an diesem lauen Sommerabend. Sechs Radler machten sich bereits um 21.30 Uhr auf den Rückweg, die anderen fünf hielten es noch eine Stunde länger aus.
Der Rückweg wurde dann mit der S-Bahn angetreten. Es ging vorbei an Sinsheim bis nach Meckesheim, wo der Umstieg auf die Linie S51 in Richtung Eschelbronn anstand.
Der Anschlusszug stand parat, und so ging es von einem Gleis auf das andere. Kurz bevor das Ziel erreicht war, schlossen sich plötzlich die Türen der Regionalbahn, und diese fuhr ab, ohne die Radler und zwei weitere Fahrgäste mitzunehmen. Der Lokfahrer, so berichten die Epfenbacher, habe oben aus seinem Fenster geschaut und gesehen, dass noch etliche Personen in den Zug wollten: "Trotzdem fuhr er einfach weg."
Die Radler waren sauer: "Das fördert in keiner Weise das Image der Deutschen Bahn und war sehr ärgerlich", wurde geschimpft. Die Epfenbacher empfanden die Ignoranz des Bähnlers als Willkürakt.
Auch einige an der Bahnstation sitzende Gäste waren über dieses ungewöhnliche Verhalten stark verwundert. Die Bahn, so ihr Rat, sollte sich mal Gedanken darüber machen, ob das richtige Personal für ein kundenfreundliches Angebot an Bord sei.