Nach zwei Jahren, über 110.000 Entlassungen aus dem Staatsdienst und Zehntausenden Verhaftungen läuft der Ausnahmezustand in der Türkei am 18. Juli aus. Präsident Recep Tayyip Erdogan hat, wie er während des Präsidentschaftswahlkampf immer wieder betont hatte, auf eine abermalige Verlängerung verzichtet. Der Ausnahmezustand war fünf Tage nach dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 erlassen und seither sieben Mal verlängert worden. Den Kampf gegen den Terrorismus will die Erdogan-Regierung aber weiterhin „entschlossen“ bekämpfen.