Pfingstmarkt Angelbachtal: Drei Tage wurde rund um den Schlosspark gefeiert (plus Fotogalerie)
Von Ralf März
Angelbachtal. Das Traumwetter zur Schlossparkbeleuchtung am Sonntagabend fehlte, dennoch hatten sich über die drei Festtage Zehntausende Besucher auf den Weg zum Pfingstmarkt gemacht. Mit dabei die bewährten Attraktionen, die sich neben dem großen Straßenfest vor allem nach Einbruch der Dunkelheit zeigten.
Fanfarenklänge, dann konnte Herold Peter Hesch die Marktordnung verlesen und Bürgermeister Frank Werner unter zahlreicher prominenter Beteiligung den Hahn ins erste Fass Pfingstmarktbier treiben. Die traditionellen Böllerschüsse wurden durch Trommelschläge des Fanfarenzuges ersetzt, um die brütenden Störche im Schlosspark nicht zu gefährden.
Trotz großen politischen Wirbels konnte Bürgermeister Frank Werner über dieses Thema in seinen Eröffnungsworten mit Blick zu den Nachbar-Bürgermeistern scherzen: Auf die Asylangebote für die Storchenfamilie aus Sinsheim und Zuzenhausen möchte man nicht zurückkommen, bei erfolgreicher Brut wäre man bei einer Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro aber zu Gesprächen bereit.
Die Straßen entlang der Marktstände füllten sich am Samstagabend mit vielen Besuchern. Besonders voll wurde es, wo Vereine für Musik sorgten. So begeisterten beispielsweise "Inflagranti", kurz unterbrochen vom großen Feuerwerk, bis weit nach Mitternacht die Gäste und auch bei der Ü30-Party wurde bis in den Morgen getanzt.
Das Entlangschlendern an den Händlerständen, zwischen Gewürzen, duftendem Schinken, Süßwaren, Socken, Spielzeug oder allerhand Brotaufstrichen war am Sonntagmorgen allerdings wenig gemütlich: Mit strömendem Regen begann der zweite Pfingstmarkttag, und so war auch in den Vereinszelten zur Mittagessenszeit der Andrang nicht gerade groß. Dort hofften die Verantwortlichen auf einen sonnigen Pfingstmontag, um allerlei Herzhaftes auf den Teller bringen zu können.
Auch beim Pfingstmarkt-Höhepunkt im Schlosspark sorgte das kühle Wetter und immer wieder leichter Nieselregen am Abend für deutlich weniger Besucher. Geboten wurde vor allem traditionelles: Die Dudelsackbläser vom "Strasser Garde Club" marschierten durch den Park mit seinen 40.000 bunten Lichtern. Blumen, Figuren und Linien, eine Windmühle und auch zwei Störche mit Willkommensgruß leuchteten im Rasen.
Das Logo der Feuerwehr wies auf den 40. Geburtstag der Jugendfeuerwehr hin. Bigband-Sound gab es auf der Schlossparkbühne und neben den leuchtenden Mini-Heißluftballons sorgte Kim Loy für den richtigen Sound, dazu Riesenseifenblasen, Judovorführungen und eine Feuertanzshow. Deutlich leerer als sonst auch die Ränge bei der großen Musik-Lasershow neben dem Schloss.
Friedlich gefeiert wurde dennoch bis weit nach Mitternacht, erneut war bei den Vereinen für Livemusik gesorgt und auch auf dem Festplatz drehte das weithin sichtbare Riesenrad noch seine Runden.
Mit der erhofften Sonne begann gestern der letzte Pfingstmarkttag. Noch einmal öffnete die Fotoausstellung von Peter Hahn im Schloss ihre Pforten, später wurde auf dem Schlossteich der traditionelle Ruderbootwettbewerb ausgetragen (wir berichten noch), und auch für ein Abschlusskonzert war gesorgt.