Meeräckerplatz Mannheim: Parkplätze müssen dem Markttreiben weichen
Mannheim. (jami) Es ist einer der zentralen Orte des Mannheimer Stadtteils Lindenhof. Doch der Meeräckerplatz, der mittwochs und samstags einen netten, bunten Wochenmarkt beherbergt und bis jetzt ansonsten ein eher unattraktiver Parkplatz gewesen ist, kam in die Jahre - und war so manchem schon ein Dorn im Auge.
Immer wieder kamen Klagen auf, dass vor allem ältere Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind, Schwierigkeiten beim Betreten des Platzes bekommen. Risse, Unebenheiten und Löcher wurden zu den reinsten Stolperfallen. Doch damit soll in Zukunft Schluss sein. Die lang ersehnte Sanierung hat nun begonnen, und bald dürfte der Traum der Stadtteilbewohner wahr sein, wieder einen ansehnlichen Ort des Aufeinandertreffens zu bekommen, an dem man sich letztendlich auch gern aufhält.
Wer allerdings ein Nachsehen haben wird, sind die Autofahrer. Nach der Sanierung stehen insgesamt nur noch 18 Parkplätze für sie zur Verfügung. Die 3600-Quadratmeter-Fläche, die außerhalb der Markttage schätzungsweise bis zu 100 Fahrzeuge oder mehr aufnehmen konnte, soll in Zukunft vor allem der fußläufigen Bevölkerung und dem Markttreiben zur Verfügung stehen. "Außerdem wollten wir ein wenig Struktur in den Platz bringen", erklärte der Leiter des Fachbereichs Stadtplanung, Klaus Elliger, vor Ort. Durch diverse Abgrenzungen wird den Parkern also nun ein Riegel vorgeschoben.
Um die Aufenthaltsqualität zu steigern, bieten dafür ab August, wenn der Meeräckerplatz fertig sein soll, mehrere Hocker und eine um einen Baum geschwungene Bank Sitzgelegenheiten. Obendrein gibt es Fahrradbügel, an denen rund 20 Drahtesel angeschlossen werden können, und speziell für die Marktleute sogenannte Energiepoller mit Steckdosen. Laut der Fachbereichsleiterin Tiefbau, Christa Backhaus-Schlegel, setzen neben einer neuen Beleuchtung helle Steine, die dem Asphalt zugemischt werden, optische Merkmale.
Ideen und Anregungen für das neue Konzept stammen im Übrigen aus einem Bürgerbeteiligungsverfahren im Jahr 2015. So wird der Meeräckerplatz insgesamt in drei Zonen gegliedert, die allerdings als ganze Fläche wahrgenommen werden, wie Klaus Elliger erläuterte. Knapp eine Millionen Euro wird das Projekt kosten.