Gaisbergtunnel Heidelberg: Transformatoren sind schon weg
Heidelberg. (hö) Kaum einer kennt es, das Umspannwerk-Ost am Gaisbergtunnel. Aber am gestrigen Mittwoch stand ein großer Kran in der kleinen Parallelstraße zur Tunneleinfahrt, um die beiden 70 Tonnen schweren Transformatoren umzuladen: Denn sie werden bis zum Sommer von einer Fachfirma überholt - was nicht vor Ort geschehen kann. Insgesamt sechs Millionen Euro investieren die Stadtwerke in dieses Projekt. Die beiden olivgrünen "Kaventsmänner" stammen aus den 70er Jahren, untergebracht waren sie in einem rosafarbenen Gebäude aus den sechziger Jahren - direkt an der schmucken Villa mit der Adresse Adenauerplatz 8 -, das bei dieser Gelegenheit auch noch mitsaniert wird.
Sinn und Zweck eines Umspannwerkes ist die Umwandlung der elektrischen Spannung auf die nächstkleinere Ebene - denn es ist nicht nur ein weiter Weg vom Kraftwerk oder Windpark zur Steckdose, sondern auch einer über mehrere Spannungsebenen. Stadtwerke-Sprecherin Ellen Frings erklärt es so: "Bildlich gesprochen: Wenn die Überlandstromleitungen die Autobahnen und die Hochspannungsleitungen die Landstraßen sind, entsprechen die Umspannwerke den Auf- und Abfahrten, also den Kreuzungen im Stromnetz."