Neubau in Walldorf: Wo ist der beste Platz für die Feuerwehr?
Walldorf. (rö) Das Walldorfer Feuerwehrhaus, 1968 bezogen, platzt aus allen Nähten. Schon seit Längerem läuft die Suche nach einem neuen Grundstück, an dem der wachsende Raumbedarf der Feuerwehr mit ihren derzeit 13 Fahrzeugen und vielen weiteren Gerätschaften gestillt werden kann. "Wir haben keinen Standort, der allen Bedürfnissen Rechnung trägt", machte Stadtbaumeister Andreas Tisch in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats deutlich. Deshalb verständigte man sich zunächst darauf, drei mögliche Standorte, die der Idealvorstellung zumindest nahekommen, nun vertieft zu untersuchen: Dabei handelt es sich um ein Grundstück im Schlossweg gegenüber dem jetzigen Haus der Feuerwehr (ehemals Grundstück Reinhard/Klee/Herfort), um einen Bauplatz am westlichen Rand des dritten Abschnitts des Neubaugebiets Walldorf-Süd sowie um ein Grundstück im Bereich Heckenpfütz, westlich dieses dritten Bauabschnitts gelegen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir damit auf einem guten Weg sind", erklärte Bürgermeisterin Christiane Staab.
Gleichzeitig wurde per ebenfalls einstimmigem Beschluss des Gemeinderats drei weitere Standorte, über die man nachgedacht hatte, von weiteren Untersuchungen ausgeschlossen: ein Gewerbegrundstück in der Josef-Reiert-Straße (ehemals "V-Dia-Gelände"), das Grundstück der Tabakscheune Heller am Friedhof und auch eine mögliche Erweiterung am bisherigen Standort. Während gegen die beiden ersten Grundstücke vor allem Probleme der Erreichbarkeit durch die Einsatzkräfte sprachen, waren es im Fall des aktuellen Feuerwehrhauses vor allem die vorprogrammierten Konflikte mit der benachbarten Schillerschule: Für eine Erweiterung müsste nämlich deren Sporthalle weichen, die allerdings nach Auffassung der Schule für den Schulbetrieb notwendig ist, daneben aber auch von Vereinen genutzt wird. Zudem befürchtet man Gefahrensituationen für Schüler durch ausrückende Feuerwehrfahrzeuge.
Zu den Voraussetzungen für den neuen Feuerwehr-Standort hatte Stadtbaumeister Tisch ausgeführt, dass man ein Grundstück mit einer Größe zwischen 4000 und 5200 Quadratmetern sucht. Fürs Feuerwehrhaus benötige man eine Hauptnutzfläche von 1630 Quadratmetern. Wichtig neben der guten Erreichbarkeit für die Einsatzkräfte sind auch gute Zu- und Abfahrtsmöglichkeiten, um schnell in der Wohnstadt, im Industriegebiet, auf den umliegenden Bundes- und und Landesstraßen sowie den Autobahnen zu sein. Die vertieften Untersuchungen werden sich aber beispielsweise auch den möglichen Konflikten mit Nachbarnutzungen durch die Lärmentwicklung widmen, der ökologischen Sensibilität oder der Frage, wie sich das neue Feuerwehrhaus in die städtebaulichen Strukturen einfügt.