Wiesloch: Großer Erfolg für Briefmarathon
Wiesloch. Die Amnesty-Gruppe Wiesloch und Umgebung hat auch in diesem Jahr den "Briefmarathon 2017" anlässlich des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember durchgeführt. Wie die Gruppe mitteilt, sind bei den drei öffentlichen Sammlungen in den Stadtbibliotheken Wiesloch und Walldorf und in der evangelischen Stadtkirche Wiesloch 315 Briefe für die fünf Fälle, die die Gruppe ausgesucht hatte, zusammengekommen. Zusätzlich sammelte die Amnesty-Gruppe bei zwei Schulbesuchen in der Gemeinschaftsschule Waghäusel-Kirrlach und der Bertha-Benz-Realschule in Wiesloch weitere 250 Briefe, sodass mit insgesamt 565 Briefen die Zahl des Vorjahrs übertroffen wurde. "Das wird die inhaftierten und bedrohten Menschenrechtsaktivisten Tadjadine Mahamat Babouri aus dem Tschad, Taner Kılıç aus der Türkei, Ni Yulan aus China, die Bewegung der Lenca in der Gemeinde La Paz (MILPAH) in Honduras und die Ägypterin Hanan Badr El-Din bestärken", sagt Stephan Brües, Pressesprecher der Amnesty-Gruppe.
Noch beeindruckter waren Brües und die Gruppensprecherin Monika Knobloch-Schröder freilich von den Aktionen der Schüler am Ottheinrich-Gymnasium in Wiesloch. Angeführt unter anderem von den Schülersprechern Lars Wilke und Marie Zimmermann informierten sie sich über Menschenrechte und die Arbeit von Amnesty, stellten die Informationen für Klassen des Gymnasiums zusammen und vermittelten diese über mehrere Tage hinweg. In den großen Pausen standen sie hinter einem Infotisch und sammelten Unterschriften der Schüler. Die aktiven Schüler, die Schulleiterin Dr. Svenja Kuhfuß und Verbindungslehrer Berger übergaben der Amnesty-Gruppe insgesamt 1500 Briefe. Sie wollten die Aktion für die Menschenrechte der Initiative der Schüler überlassen. "Diese Freiheit haben sie sehr gut genutzt", freute sich Monika Knobloch-Schröder.