Das besucherstärkste Fürther Museum steht in der Uferstadt — und vor entscheidenden Umbrüchen: Das Rundfunkmuseum, 1993 im Marstall des Burgfarrnbacher Schlosses gestartet und seit 16 Jahren in der alten Grundig-Direktion, gilt anno 2017 als aus der Zeit gefallen und didaktisch hoffnungslos veraltet. Nun geben auch noch die Deckenlampen den Geist auf, wie Martin Schramm, Leiter der städtischen Museen, den entgeisterten Mitgliedern des Kulturausschusses berichtete. Ersatzlampen gibt es nur noch in benachbarten Gebäuden in der Uferstadt. Wenn das nur das einzige Problem wäre. Nach personellen Turbulenzen geht jetzt ein langfristiges Modernisierungskonzept an den Start, vorsichtige Kostenschätzungen belaufen sich auf 900 000 Euro. Bis 2023 könnte das Museum runderneuert sein, so der Plan von Kulturreferentin Elisabeth Reichert und Museumschefin Jana Stadlbauer. Die 29-jährige Fürtherin, die Geschichte und Europäische Ethnologie studierte und ihre Masterarbeit über fränkische Freilandmuseen vorlegte, kam 2008 als 450-Euro-Kraft ans Haus, wurde 2014 stellvertretende Leiterin und im Januar 2017 schließlich Chefin. Was sie vorhat, verrät sie den FN im Interview.