Am siebenten Tag des Korruptionsprozesses gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und 13 weitere Angeklagte hat am Donnerstag der einzig teilgeständige Angeklagte Peter Hochegger einiges Neues und viele Details ans Licht gebracht. So schilderte Hochegger bei seiner Einvernahme durch Richterin Marion Hohenecker etwa die Scheinrechnungen für sein Buwog-Millionenhonorar. Als die Buwog-Provision dann im Herbst 2009 medial bekannt wurde, habe ihm Walter Meischberger gesagt, er solle alles auf sich nehmen, um keine Diskussion zu erregen, so Hochegger vor Gericht. Demnach hätte der Lobbyist den vollen Betrag für die 9,6 Millionen Euro hohe Provision versteuern sollen und Meischberger habe versprochen, Wege zu finden, ihn "schadlos zu halten". Dazu kam es aber nicht, stattdessen machten die beiden Selbstanzeigen bei der Finanz.