IHK Rhein-Neckar: Auf Abt folgt Schnabel im Präsidentenamt
Mannheim. (hab) Vor dem Gustav-Mahler-Saal im Mannheimer Rosengarten dominiert Sekt-Orange, drinnen herrscht kühles Blau vor. Die Stimmung in der IHK-Vollversammlung ist nicht hitzig, obwohl am Mittwochabend ein neuer IHK-Präsident gewählt wird. Bekanntlich war Irmgard Abt aus gesundheitlichen Gründen von ihrem Amt zum Ende des Jahres zurückgetreten. Ihr Nachfolger, Manfred Schnabel, war schnell gefunden und am Mittwoch mit großer Mehrheit von der IHK-Vollversammlung gewählt worden. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.
In ihrer dritten und letzten Rede auf einer Jahreshauptversammlung warf Abt einen Blick auf ihre Amtszeit zurück: Unter anderem sei sie froh, dass es gelungen sei, die Bettensteuer in Heidelberg zu verhindern. "Dieses Bürokratiemonster hätte vor allem mittelständische Hotelbetriebe belastet", sagte Abt. Die Unternehmerin aus Weinheim lobte die Zusammenarbeit mit dem Unternehmerparlament: "Mir kam es stets darauf an, dass meine Amtszeit keine ,One-Woman-Show’ werden sollte", sagte die 65-Jährige.
Nach der scheidenden IHK Präsidentin stellte sich ihr Nachfolger im Amt, Manfred Schnabel, geschäftsführender Gesellschafter der Heidelberger Expert Esch GmbH, den rund 500 regionalen Persönlichkeiten aus regionaler Wirtschaft und Kommunalpolitik im Mannheimer Rosengarten vor. Er wollte in seiner Antrittsrede bei den anwesenden Firmenvertretern die Befürchtungen ausräumen, dass er nur ein Präsident für den Handel sei, denn er ist seit langem Präsident des Handelsverbandes Nordbaden und Vizepräsident des Handelsverbandes Baden-Württemberg. Um zu dokumentieren, dass es ihm ernst damit ist, erklärte er vom Amt des Handelsverbands-Präsidenten zurückzutreten.