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TIROLER TAGESZEITUNG, Ausgabe vom 30.12.2015, Leitartikel von Peter Nindler: "Der Markt zwingt die Bauern zu Bio"

Der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union vor nunmehr 21 Jahren bedeutete einen drastischen Einschnitt für die im europäischen Vergleich kleinstrukturierte heimische Landwirtschaft. Zuerst erhielt der ehemalige Landwirtschaftsminister und spätere EU-Agrarkommissar Franz Fischler für seine Vision vom Feinkostladen Europas als Chance für die österreichischen Bauern Beifall, später wurde er dafür belächelt. Anfangs euphorisch, fielen die Landwirte nämlich rasch in alte Produktionsmuster zurück. Ihnen fehlte schlichtweg der lange Atem, der Aufwand war zu groß, der Ertrag zu gering. Es wurde wieder intensiviert und in die Menge vertraut. So gab es Ende der 1990er-Jahre in Tirol noch rund 5000 biologisch wirtschaftende landwirtschaftliche Betriebe, heute sind es 2200. Doch die Zahl ist langsam wieder im Steigen begriffen. Denn der Markt zwingt die Bauern zur Innovation. Das Russland-Embargo und der Preisverfall bei der konventionellen Milch wirken sich heuer dramatisch auf die Einkommen der Grünlandbauern wie in Tirol aus. Im Vorjahr haben die Landwirtschaftsbetriebe in Tirol durchschnittlich 16.700 Euro verdient, darin sind bereits rund 14.000 Euro an Förderungen enthalten. Von den Produkterlösen können die Landwirte aber schon längst nicht mehr leben, die öffentlichen Unterstützungen werden in den nächsten Jahren ebenfalls nicht mehr steigen und machen schon jetzt für die Tiroler Bauern 145 Mio. Euro jährlich aus. Auf Sicht bleibt also die landwirtschaftliche Produktion jener Einkommensbestandteil, der letztlich steigerungsfähig ist.

Die Chance für die Landwirtschaft heißt deshalb Bio. Ökologisch erzeugte Lebensmittel boomen. 21 Prozent der Österreicher greifen mittlerweile sehr häufig zu Bio-Nahrung, acht Prozent aller Frischeprodukte werden in Bio-Qualität gekauft. Salzburgs Agrarier gelten hier als Vorreiter, bereits die Hälfte wirtschaftet biologisch. Tirol hat zweifellos Nachholbedarf, obwohl von 300 Millionen Kilo angelieferter Milch bereits 150 Millionen Bio-, Heu-oder Spezialmilch sind.

Die Landwirtschaftspolitik und die bäuerliche Interessenvertretung können das Umdenken lediglich erleicherten und forcieren, gefordert ist allerdings die seit Jahren ebenfalls strapazierte Vorstellung vom Unternehmen Bauernhof. Mit Verspätung könnte 2016 der Feinkostladen aber doch noch Realität werden, weil vielen Bauern nichts anderes übrig bleibt. Was die Politik jahrelang vergeblich versucht hat, regelt jetzt der Markt. Auch in der Landwirtschaft.

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