Jalta (dpa) - Auf der stark unter Strommangel leidenden Halbinsel Krim ist ein zweites von drei seltenen weißen Tigerbabys gestorben. Das teilte Zoodirektor Oleg Subkow am Montag in Jalta mit. Anders als beim Tod des ersten Tigerbabys in der vergangenen Woche sei aber nicht sicher, ob das Tier ebenfalls nach einem Generatorausfall an Unterkühlung gestorben sei. Eine Obduktion soll Aufklärung bringen.Ein Generator aus Moskau treffe erst an diesem Dienstag ein, sagte Subkow der Deutschen Presse-Agentur. «Wir stellen Holzöfen auf, wo es möglich ist.» Russland hatte sich die Krim 2014 gegen den Protest der Ukraine einverleibt. Die Europäische Union (EU) und die USA verhängten wegen der Annexion Strafmaßnahmen gegen Moskau. «Die Sanktionen erschweren natürlich die Zusammenarbeit mit anderen Zoos in Europa. So ist ein Liefervertrag für Hyänen aus Osnabrück jetzt fraglich», sagte Subkow.Die Staatsanwältin der Krim machte den Direktor für den Tod der Tigerbabys mitverantwortlich. Subkow hätte eine Wärmequelle besorgen müssen. Ein russisches Unternehmen kündigte an, dem Tierpark einen 100-Kilowatt-Dieselgenerator zur Verfügung zu stellen. Aktivisten auf dem ukrainischen Festland hatten die Stromversorgung der Krim vor gut zwei Wochen gekappt, um gegen die russische Annexion der Schwarzmeerhalbinsel zu protestieren.