Monte Verità: Die Kommune und der Kunst-Mäzen
- wie aus dem Monte Monescia der Monte Verità wird,
- wie auf dem Monte Verità eine Gegenwelt zur Industriegesellschaft entsteht,
- welche Erfahrungen Hermann Hesse auf dem Berg und in einer Höhle sammelt,
- wie Eduard von der Heydt den Monte Verità erwirbt und das Gelände umfunktioniert,
- was Ermittlungen der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg über von der Heydt ans Licht bringen.
Der am Schweizer Langensee - auch Lago Maggiore genannt - gelegene Monte Verità ist in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts Treffpunkt für Pazifisten, Künstler, Schriftsteller, sowie Anhänger unterschiedlicher alternativer Bewegungen.
Mitte der 1920er-Jahre reist der deutsch-schweizerische Bankier Eduard von der Heydt ins Tessin. Dort erfährt er, dass der Monte Verità für rund 160.000 Franken zum Verkauf steht.
Von der Heydt kauft diesen Ort, verwandelt ihn in ein luxuriöses Touristenziel und errichtet dort ein Bauhaus-Hotel. Auch von der Heydts Kunstsammlung wächst. Neben europäischer Gegenwartskunst umfasst seine Sammlung Werke aus der ganzen Welt. Er entwickelt eine Idee, die er "ars una" nennt - die "eine Kunst" oder auch "Weltkunst".
Eduard von der Heydt macht den Berg zu einem Treffpunkt namhafter Besucher aus Politik, Kunst und Gesellschaft. Nach seinem Tod 1964 vermacht er den Monte Verità dem Kanton Tessin. Heute betreibt die Eidgenössische Technische Hochschule in Zürich dort ein Tagungsgebäude.
Das ist unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Nicoletta Mongini, Fondazione Monte Verità
- Roland Mönig, Kunsthistoriker und Direktor des Von der Heydt-Museums Wuppertal
- Ida Hofmann: Monte Verità. Wahrheit ohne Dichtung. Bellinzona 2023
- Gabriele Guerra (Hg.): Tra ribellione e conservazione. Monte Verità nella cultura tedesca. Rom 2018
Weiterführende Links:
- Planet Wissen: Die Aussteiger vom Monte Verità
- Planet Wissen: Architektur - Bauhaus
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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Gianna Felicita Scholten
Redaktion: Frank Zirpins ]]>